Alkoholverkäufe an Jugendliche: Verbote bringen nichts!

Die heute publizierten Zahlen einer vom Blauen Kreuz durchgeführten Testkaufserie zeigen: Tankstellenshops verkaufen immer weniger häufig Alkohol oder Tabakwaren an Jugendliche. Neue Verbote, wie sie der Ständerat noch in der Frühlingssession gefordert hatte, sind gänzlich überflüssig – denn die Eigenverantwortung spielt und das immer besser.

Von den getesteten Tankstellenbetrieben haben 12% (beim Alkohol), beziehungsweise 14% (beim Tabak) illegal Waren an Minderjährige verkauft. Zum Vergleich: 2011 war es noch jede dritte Tankstelle. Für die Jungfreisinnigen ist klar, dass eine Sensibilisierung stattfindet und auch ohne staatliche Eingriffe verantwortungsvoll gehandelt wird.

Die in der letzten Session vom Ständerat entschiedene Revision des Alkoholgesetzes wäre ein massiver staatlicher Eingriff in die Handelsfreiheit: Kaufverbote, Mindestpreise und Happy-Hour-Verbote würden nicht nur die Freiheit der Bürger und Verkäufe einschränken, sondern könnten auch leicht umgegangen werden.

Die Zahlen zeigen: Schenkt man den Verkäuferinnen und Verkäufern – beispielsweise in den Tankstellenshops – Vertrauen, handelt die grosse Mehrheit eigenverantwortlich. Die Jungfreisinnigen fühlen sich bekräftigt, dass dies zu fördern und jeder wirkungslose staatliche Eingriff zu bekämpfen ist. Unterstützt von der Mutterpartei sind die Jungfreisinnigen deshalb bereit, das Referendum gegen ein verschärftes Alkoholgesetz zu ergreifen.

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