«Nur der liebe Gott weiss, wie viele Überflüge der Osten im Jahr 2020 zu ertragen hat», so Frau BR Leuthard auf meine Frage zum Staatsvertrag mit Deutschland

Der Nationalrat hat heute dem Staatsvertrag mit Deutschland zugestimmt, ohne eine einzige Garantie, dass die Flugverkehrsinfrastruktur und der Flugverkehr zu Gunsten der Gesamtbevölkerung umgesetzt wird.

Frau Bundesrätin Leuthard will die Pistenverlängerung der Piste 28, natürlich. Das entspricht den traumhaften Wachstumsvorstellungen der Flughafenlobby!. "Die Grünen seien Fundis, die selbst fliegen", schon erstaunlich, diese sinngemäss wiedergegebene Aussage einer Bundesrätin, die weiss, wie die Grünen sich in dieser Frage verhalten haben.

Die Grünen lehnen weitere Pistenverlängerungen ab, auf der Basis der heute bekannten Fakten zum Entwicklungspotenzial des Flughafens Zürich. Die Grünen anerkennen, dass immer ein Teil des Verkehrs über Flüge abgewickelt werden wird. Das einzige, was sie verlangen: eine gerechte, das heisst zahlenmässig ausgewogene Verteilung der Flüge über den Norden, Osten und Süden. Frau Bundesrätin Leuthard weiss sehr genau, was die Konsequenzen für die Bevölkerung im Osten sein werden, wenn der SIL-Prozess wie vorgesehen fortgesetzt wird. Zusammen mit den Zugeständnissen an Deutschland auf der Basis dieses Staatsvertrages ist geplant, den Flugverkehr einseitig zu Lasten der Ostregionen von Winterthur über den Hinterthurgau und die Region Wil bis zum Bodensee abzuwickeln. Das ist unhaltbar. Ein Engagement in dieser Sache ist gefordert, insbesondere als gewählte Politikerin aus einer betroffenen Region.

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