Erhöhen einer Lenkungsabgebe, wenn eine Lenkwirkung erzielt wird?

Gemäss Frau Leuthard soll der Mineralölsteuerzuschlag erhöht werden.
Quelle

Die Mineralölsteuer soll den Verbrauch von fossilen Brennstoffen im Strassenverkehr reduzieren.
Nun hat sich der Verbrauch der Autos reduziert. Das sollte doch ein Grund zu Freude sein, scheinbar hat die Mineralölsteuer Wirkung gezeigt.

Damit gibt es natürlich weniger Steuereinnahmen pro Autofahrer, aber das sollte das Positive an einer Lenkungsabgabe sein, wer weniger verbraucht bezahlt auch weniger.

Nach meiner Logik darf die eintreffende Lenkwirkung einer Lenkungsabgabe nicht zu einer Erhöhung dieser führen.

Offensichtlich geht es auch bei der Mineralölsteuer nur darum Geld zu beschaffen, und der Umweltaspekt ist nur die Rechtfertigung für die Steuer.

Wenn irgendwann keine fossilen Brennstoffe mehr für den Verkehr verbraucht werden, wird es auch keine Einnahmen mehr aus der Mineralölsteuer geben.

Der Strassenverkehr ist heute zu 115% gedeckt, und dies trotz der Abzweigung von rund 70% der Einnahmen für Bund und ÖV. Würden 100% der Einnahmen vom Strassenverkehr auch für den Strassenverkehr eingesetzt, hätten wir somit eine Deckung von rund 380%

Durch die ständige Verbesserung der Motorentechnik wird nicht nur weniger verbraucht, auch die Abgase werden immer sauberer, wodurch die Subventionierung der Bahn durch den Strassenverkehr stetig reduziert werden müsste.

Vor einer Erhöhung der Abgaben muss der nicht zweckgebundene Beitrag an die Bundeskasse gestrichen, und die Subvention des ÖV reduziert werden.

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