Maximalprinzip als Basis für die Armee

Hätte die Armee in der Schweiz nicht nach wie vor den Status einer „heiligen“ Kuh, könnte endlich eine rationale Diskussion über die Zukunft unserer Sicherheitspolitik stattfinden. Noch ist dies nicht möglich. Unsere Armee ist nach wie vor Spielball von lähmenden Partikularinteressen. Beispielsweise die regionalpolitische Komponente. Unter sicherheitspolitischen Aspekten spielt die reine Anzahl von Waffen- und Militärflugplätzen keine grosse Rolle, für die von Schliessung betroffenen Gebiete wirtschaftlich aber schon. Und schon ist es vorbei mit einer sachlichen Diskussion. Diese Trumpfkarte hat Ueli Maurer mit der Abbauankündigung voll gespielt, obwohl wir uns im europäischen Vergleich nach wie vor ein überdimensioniertes Heer leisten. Ein Unternehmen muss ebenfalls mit gegebenen Mitteln versuchen, das Optimum herauszuholen. Dies wäre auch die Aufgabe von Bundesrat Maurer. Statt dessen ist jammern über die fehlenden Mittel und betteln für mehr Geld angesagt. Angstmacherei ist kein vernünftiges Fundament für die beste Armee der Welt.

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