Ein vernünftiger Bundesgerichtsentscheid zum Schwimmunterricht

Glücklicherweise haben wir in der Schweiz eine sehr grosse persönliche Freiheit in der Gestaltung unseres Lebens. Die Toleranz gegenüber anderen Religionen und Ethnien ist mehrheitlich sehr hoch. Trotzdem hat die Freiheit des Einzelnen Grenzen. Dass gerade ein grosser Bestandteil jedes menschlichen Wesens – das Wasser - in Form des Schwimmunterrichtes immer wieder zu Kontroversen zwischen Religion und Staat führt, ist irgendwie schon speziell. Dass das Bundesgericht seine Praxis mit dem neuesten Urteil bestätigt und das öffentliche Interesse und die Schulpflicht über die Religionsfreiheit stellt, ist in der Beurteilung und Gewichtung richtig und wichtig. Natürlich ist eine erfolgreiche Integration nicht allein abhängig vom Besuch des schulischen Schwimmunterrichtes, aber wenn hier Ausnahmen für gewisse Religionszugehörigkeiten gemacht werden, dann wird die Ausnahme irgendwann zur Regel. Wer sich nicht in der Lage fühlt, die hiesigen Gepflogenheit und Regeln zu akzeptieren, der sollte sich fragen, ob sich hier niederlassen will. Dies gilt für alle Menschen und natürlich auch Unternehmungen. In einem Kommentar in der Sonntagspresse ist von den Expats also so genannten eingewanderten Arbeitskräften, welche nicht bereit sind eine Landessprache zu lernen. Oder nehmen wir das Erfolgsmodell des dualen Bildungssystems. Dass sich internationale Firmen, welche sich hier ansiedeln ebenfalls zum dualen Ausbildungssystem bekennen und dies auch leben, gehört für mich zur Grundlage einer nachhaltigen Standortpolitik.

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