Bis nichts mehr bleibt

Mehr Lohn, mehr Chan­cen, mehr Rech­te. For­de­run­gen sind gut und recht so­lange diese auch mit der Realität ver­ein­bar sind. In der Wohl­stands­in­sel Schweiz wer­den immer wie­der For­de­run­gen wie Mindestlöhne, 1:12-I­ni­tia­ti­ve, etc. wahr­nehm­bar was durch­aus berechtigt ist. Das Pro­blem dabei ist, dass die Waage nur ein­sei­tig mit Ge­wich­ten be­la­den wird. Auf der an­de­ren Seite wo Ar­beit, Fleiss, Wei­ter­bil­dung und Pflich­ten ste­hen soll­ten, sind diese kaum spürbar.

Schon heute kommt die Schweiz mit Ihren Sozialeinrichtungen an Ihre Grenzen, da auf der einen Seite die Arbeitnehmer, vor allem aus der Mittelschicht, immer mehr und höhere Steuern und Abgaben mit gleichzeitigem Verzicht auf Renten und Pensionskassengelder (z.B. Wechsel der PK von Leistungs- auf Beitragsprimat), Kürzungen bei der ALV zu Gunsten der ärmeren Bevölkerungsschichten​ in Kauf nehmen muss. Das alleine entspricht teilweise dem Solidaritätsprinzip, was die Schweiz in Sachen Wohlstand an die Weltspitze katapultiert hat.

Leider muss die Gesellschaft aber immer öfter auch Arbeitsunwillige, Scheininvalide und sonstige Sozialbetrüger/Innen und Schmarotzer/Innen mitfinanzieren. Das kann und darf nicht auf Kosten der hart arbeitenden Bevölkerung geschehen. Unsere Gesellschaft muss die richtigen Anreize schaffen, dass sich Fleiss lohnt, Faulheit bestraft und Krankheit geschützt wird. Oftmals reicht der Lohn kaum aus um eine Familie zu ernähren, dass sollte natürlich nicht sein. Auf der anderen Seite haben wir in der Schweiz einzigartige Möglichkeiten uns beruflich weiter zu entwickeln, sei dies mit einer Zweitausbildung, einem Erwachsenenstudium, Weiterbildungen oder der Selbstständigkeit. Die Chancen und Möglichkeiten sind schier unendlich. Das kostet natürlich neben Geld auch viel Arbeit und Schweiss verbunden mit einem teilweisen Verzicht auf die Freizeit. Die Wirtschaft entlöhnt aber dementsprechend dieses Engagement und die Karriere- und Berufschancen steigen markant.

Selbstverständlich ist dies in der linken Gesinnungswelt nicht vorgesehen, denn alleine die Tatsache auf der Welt zu sein, soll sich finanziell auf Kosten der anderen auszahlen. Aus diesen und ähnlich naiven Weltanschauungen des Sozialismus und des Kommunismus ist wohl auch die Initiative „für ein bedingungsloses Grundeinkommen“ entstanden, welches unabhängig ob jemand arbeitet oder nicht, ein menschenwürdiges Dasein garantieren soll. Selbstverständlich soll dann auch dies von der arbeitenden Bevölkerung finanziert werden. Der Anreiz sich um etwas zu bemühen würde staatlich verordnet abgeschafft.

Mit diesen und ähnlichen Forderungen wollen die linken Genossen die Schweizer Gesellschaft aushöhlen bis hin zu einer Planwirtschaft. Gerade aber diese sozialistischen Länder haben nicht überlebt wie die Sowjetunion, DDR oder Jugoslawien eindrücklich beweisen. Letzte Hochburgen wie Kuba und Nordkorea fristen ein Dasein wie es kaum vorstellbar ist, aber zumindest in Kuba ist eine Öffnung in Sicht.

Mit den jüngsten Initiativen, wie 1:12 und Mindestlohn, schädigen sie auf das übelste unsere Wirtschaft und unsere guten Rahmenbedingungen für KMU’s und auch Grossunternehmen, welche die Wertschöpfung, die Infrastrukturen, die steuerlichen Rahmenbedingungen und die oftmals sehr gut ausgebildeten Schweizer Arbeitnehmer/Innen schätzen und sich aus diesen Gründen gerne hier bei uns ansiedeln. Wieso will man diese Firmen verärgern oder gar aus dem Land vertreiben? Durchaus möglich, dass die Linken das Gefühl haben, dass die Unternehmen auf die Schweiz angewiesen sind, was selbstverständlich völlig naiv ist. Wie heisst es doch so schön? Du sollst die Hand nicht beissen, die dich füttert. Auf Missstände soll hingewiesen werden und Verbesserungen sind nicht Fluch sondern ein Segen. Aber deshalb darf man die Wirtschaft nicht in dermassen enge Ketten legen, dass der unternehmerische Handlungsspielraum nicht mehr gewährleistet ist.

Die Gesellschaft bestimmt die Preise mit, aber wer ist bereit, zum Beispiel beim Coiffeur oder für seine Ferien den doppelten Preis zu bezahlen? Der Neid und die Missgunst sind schlechte Ratgeber und treiben uns vom Regen in die Traufe. Wir brauchen Sicherheit und wirtschaftliche Stabilität und keine sozialen Experimente.
Was wenn dabei zehntausende Arbeitsplätze verloren gehen würden, die Arbeitslosenzahlen steigen? Wenn in Folge dessen immer höhere Immobilienpreise, also steigende Mieten, Kaufkraftverlust, höhere Steuern und Abgaben, sinkende Lebensqualität, soziale Unzufriedenhe​it auf uns zukommen?

Bis nichts mehr bleibt, eine Vorstellung die mir Sorgen bereitet.

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