Auch Löhne von bis zu 6000 Franken sind heute, um eine Familie zu gründen, nicht überwältigend.

Meiner Meinung nach reicht der Lohn generell in manchen Berufssparten auch mit 10 Jahre Berufserfahrung nur knapp, um als Einzelverdiener eine Familie (mit einem Kind) zu gründen, wenn man sich nicht weiterbildet.

Als Beispiel ein qualifizierter Maurer mit einem Durchschnittslohn von 5900 Franken Brutto:

Nach allen Abzügen (inklusive Steuern), ohne Krankenkasse, bleiben ihm noch rund 4700 Franken. Zieht man noch eine günstige 3.5 Zimmerwohnung (1350.-), Krankenkasse, Strom, Hausratversicherung, Telefon, Sackgeld für 2 Personen und Kleidung ab, bleiben von den 5900 Franken Brutto noch rund 1800 Franken (ohne PW) übrig. Grössere Sprünge sind bei einem solchen Zahltag nicht erlaubt. Dieser Bruttolohn liegt für einen Handwerker schon auf der mittleren Stufe.

In der Regel muss bei einem Bruttolohn rund 1/5 für die soziale Vorsorge und Steuern abgezogen werden. Aus diesem Grund scheint mir wichtiger zu sein, dass man den Nettolohn, den man schlussendlich zur Verfügung hat, als Mindestlohn heranzieht. 5000 Franken (4000 Franken netto) scheinen auf den ersten Blick als mittlerer Lohn interessant zu sein (für eine Einzelperson). Aber um eine dreiköpfige Familie ein standardisiertes Leben zu ermöglichen, scheint mir dieser Lohn schon an der untersten Grenze zu sein. Gemäss Beispiel oben, wären das noch 1100 Franken monatlich, die noch übrigbleiben.

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