1:323 Mitarbeiter in der Schweiz, bildet keine Lehrlinge aus und kann sich schon morgen in einem anderen Land niederlassen

Die Unternehmung von welcher ich spreche, bildet in der Schweiz übrigens auch keine Lehrlinge aus. Von den 200‘000 Mitarbeitern weltweit, arbeiten am Hauptsitz in der Schweiz rund etwa 620 oder eben 0.31%. Der Hauptsitz befindet sich in Baar und heisst Glencore. Die rohstoffarme Schweiz ist das Mekka der Rohstoffhändler. Bei der möglichen Annahme der 1:12 Initiative lässt Ivan Glasenberg durchblicken, dass Glencore die Schweiz wohl verlassen müsste. Die Schweizer Stimmbürger lassen sich nicht gerne erpressen, aber ich werde 1:12 trotzdem ablehnen. Eine statische politische Formel ist die falsche Antwort auf die Lohnexzesse in einigen Unternehmen. Hingegen gehört für mich in die Standortansiedlung von internationalen Firmen in die Schweiz, dass sich Firmen wie Glencore zum dualen Bildungssystem bekennen und ebenfalls Lehrlinge ausbilden. Statt einer rein quantitativen Standortansiedlung von internationalen Firmen sollte auch die Qualität mehr im Vordergrund stehen. Heute bilden glücklicherweise noch KMU mit einer hohen Identifikation zur Schweiz das Rückgrat unserer Wirtschaft. Sollten sich aber die Gewichte weiter zu internationalen Firmen, welche hier einen Hauptsitz mit einem kleinen Mitarbeiterbestand beschäftigen und schon morgen in ein anderes Land umziehen können, dann gefährden wir unser solides wirtschaftliches Fundament.

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