1:12 Initiative ist weltfremd, genau wie einige Argumentationen der Befürworter und der Gegner

Die 1:12 Initiative zeigt einerseits die berechtigte Unzufriedenheit über die Lohnexzesse, andererseits aber auch die weltfremden Argumentationen beider Lager.

Einige Gegner argumentieren mit mehr Bürokratie und Verlust von Arbeitsplätzen. Die Befürworter ignorieren die weltweite Vernetzung der Unternehmungen und schoten sich (für Einmal) hinter die Landesgrenzen ab.

Gehen wir davon aus, dass die Lohnschere innerhalb einer Firma zwischen CHF 52'000.- für die kleinsten Verdiener und 624000.- für das obere Kader liegt, wäre die 1:12 Initiative damit umgesetzt (Lohnsummen im Jahr).

Rechnen wir mit den rund 2500 unanständigen Lohnbezüger in der Schweiz, so kann man davon ausgehen, dass in Zukunft die meisten Kleinverdiener als Zeitarbeiter von Drittfirmen geliehen werden. Dadurch werden nur noch Angestellte mit mehr als CHF 100'000.- pro Jahr beschäftigt. Hier dürfte sich der CEO schon mal mit 1'2 Mio bedienen, ohne gegen die 1:12 Richtlinie zu verstossen.

Reicht das dem CEO nicht, so wird er die Firma von seinem Auslandfirmensitz aus leiten und sich weiterhin seinen unanständigen Lohn von seiner Zweigstelle im Ausland auszahlen lassen.

Stellt sich die Frage, was die 1:12 Initiative erreichen kann.

An die Gegner gerichtet, kann man beruhigen: Es gibt nicht mehr Bürokratie und es werden lediglich 2500 Spitzenlohnbezüger ihre Stelle in der Schweiz an den Nagel hängen.

An die Befürworter bleibt nur ein verwundertes Kopfschütteln, weil doch eben diese sozialistisch geprägten Parteien weltoffen daherkommen und den Bürgerliche die Abschottung vorwerfen.

Da bleibt nur Eines: Ablehnen dieser Initiative.

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