Das Experiment „Wettbewerb in der sozialen Krankenversicherung“ ist gescheitert!

Mit dem neuen Krankenversicherungsgesetz von 1996 sollte die Solidarität zwischen Kranken und Gesunden gestärkt und mit dem Wettbewerb unter den Krankenversicherern mehr Effizienz und weniger Verwaltungsaufwand erreicht werden. In der Praxis konzentrieren sich die Krankenkassen heute darauf, die Prämien der Konkurrenz zu unterbieten, indem sie versuchen, gute Risiken anzulocken und schlechte Risiken abzuwimmeln Für eine öffentliche Krankenkasse, welche die schlechten Risiken nicht abschieben kann, wird es sich lohnen, den relativ wenigen teuren und sehr teuren Patientinnen und Patienten besondere Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Mit einer öffentlichen Krankenkasse entsteht ein erhebliches Potenzial für Verbesserungen der Effizienz und der Qualität der Versorgung. Mit Kooperationen und strukturierten Behandlungsprogrammen können 10 bis 20 Prozent der Kosten eingespart werden, und das bei gleich bleibender oder steigender Versorgungsqualität. (Aus Anna Sax, Ökonomin und Dozentin für Gesundheits- und Sozialpolitik, in links 135/April, Seite 14)

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