Und am Schluss gewinnt immer eine Bank

Zypern gerettet. Bleibt höchstens die Frage in wie weit die Menschen dort die Notkredite der EU als „Rettung“ empfinden. Die Opfer, welche die Zyprioten dafür bringen müssen, sind hart und wahrscheinlich führt kein Weg daran vorbei. Doch was ist morgen? Wo sind die Zukunftsperspektiven für diese Menschen? Griechenland hat sich in den letzten Jahren beinahe kaputt gespart und die Wirtschaft schrumpft. Währenddessen die Arbeitslosenquote in unvorstellbare Höhen wächst. Vor allem bei den Jugendlichen. Was tun Menschen, die in ihrem Land keine Chancen und Perspektiven mehr haben. Sie wandern aus und suchen ihr Glück im Ausland. Wer kann es diesen Menschen verdenken, wenn sie die so genannte Rettung durch die Troika nicht als Rettung erleben. Vor allem dann wenn die Kredite der EU hauptsächlich dafür verwendet werden, um europäische Banken vor dem Kollaps zu bewahren. Für Zukunftsperspektiven und die Menschen bleiben höchstens Krümmel übrig.

Mit dem Euro kam günstiges Geld und einige Staaten haben statt für morgen vorzusorgen in der Gegenwart über ihre Verhältnisse gelebt. Doch ist es fair, die Jugendlichen und damit die Zukunft dafür den Haupanteil zahlen zu lassen? Damit schadet die europäische Politik den angeschlagenen Staaten doppelt und gefährdet mittel- bis langfristig die Solidarität. Wenn Griechenland sinnbildlich für die Rettungsanstrengungen der EU heran gezogen wird, dann gefährdet die europäische Union letztlich ihr Fundament und opfert eine verlorene Generation. Zypern jedenfalls droht zu einem zweiten Griechenland zu werden. Währenddessen einigen Banken wieder neues Leben eingehaucht worden ist und das Vermögen der Reichen weiterhin wächst und in Oasen steueroptimiert wird. Den Letzten beißen die Hunde und es ist wie meistens in der Geschichte der normale Bürger.

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