Widersprüche in der Vernehmlassung zur Agrarpolitik, betreffend Direktzahlungen, die behoben werden müssen.

http://www.tg.ch/documents/Form_Rueckmeldung_Agrarpolitik.pdf

Bekanntlich sollen ja die Tierbeiträge abgeschafft werden, weil sie die Bauern dazu verleiten, mehr Tiere zu halten, als vom eigenen Land ernährt werden können. Genau dies ist aber weiterhin möglich. Denn das BLW schlägt neu zwar einen Mindesttierbesatz vor, definiert aber keine Obergrenze. Auch die Beiträge für eine graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion entpuppen sich als Zwitter.
Es werden auch dann Beiträge ausbezahlt, wenn der Bauer sein Vieh mehrheitlich mit fremdem Gras füttert - sogar aus dem Ausland. Dabei ist der Futter- Einkaufstourismus nicht auf Soja begrenzt: Erstaunlich ist, dass pro Jahr rund 150'000-170'000 Tonnen! Heu importiert wird (unter anderem auch aus Eritrea oder aus Peru!).

Innovativ, aber hochkomplex und wenig ausgereift sind einzig die Landschaftsqualitätsbeiträge.

Widersprüchlich auch dies: Gras und Heu statt Kraftfutter

In der Schweiz werden pro Jahr rund 1,7 Millionen (2009) Tonnen Kraftfutter an Nutztiere verfüttert. Die Hälfte des Kraftfutters wird aus Europa und Übersee in die Schweiz importiert. Im Biolandbau liegt der Eigenversorgungsgrad für Futtergetreide und Eiweissträger noch tiefer. Immerhin darf seit 2004 bei den Wiederkäuern im Biolandbau der Kraftfutteranteil pro Futterration nur noch 10 Prozent betragen.

Quelle

Weniger Kraftfutter importieren, dafür mehr Heu?

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