Ja zum Pfand - als Beitrag zur Grünen Wirtschaft

Die Grünen sind für die Wiedereinführung des Pfands auf Getränkegebinde, da es einen Anreiz für weniger und ökologischeres Verpackungsmaterial schafft. Das Pfand stärkt zudem das Verursacherprinzip und leistet einen willkommenen Beitrag gegen das Littering in Landschaft und Städten.

Die Grünen wollen weniger Verpackungsmaterial. Dieses soll zudem eine möglichst gute Ökobilanz ausweisen. Das Pfand auf Getränkeflaschen und -dosen kann dazu einen Beitrag leisten, da es einen Anreiz für Mehrweggebinde und für höhere Sammelquoten schafft. Die Grünen unterstützen daher die parlamentarische Initiative Gmür, welche die Einführung eines Pfandes auf alle Getränkeflaschen und -dosen fordert.

Zwar sind die Recyclingquoten in der Schweiz heute mit 81 % für PET, 91 % für Alu und bei 94 % für Glas sehr gut. Die absolute Menge von Glas und Aluminium, die nicht wiederverwertet wird, hat in den letzten zehn Jahren aber zirka um den Faktor 3 zugenommen. Erfahrungen in Deutschland zeigen, dass mit dem Pfand eine Rücklaufquote von 99 % erreicht werden kann. So könnten die 9‘000 Tonnen PET und 15‘000 Tonnen Glas, die heute jährlich im Müll landen, in den Rohstoffkreislauf zurückgeführt werden.

Weniger Littering durch Pfand
Das Pfand ist zudem eine willkommene Massnahme gegen die Vermüllung von Landschaft und Stadt. Getränkeverpackungen machen in städtischen Pärken weit über 50 % des Litterings aus. Rohstoffe, die einen finanziellen Wert haben, werden von den KonsumentInnen eingesammelt und zurückgebracht – und nicht einfach liegen gelassen. Dies wird an den sommerlichen Open-Air Festivals vorgelebt.

Verursacherprinzip heisst: Detailhandel in die Pflicht nehmen
Der Detailhandel hat heute in der Schweiz einen Teil der Kosten für die Entsorgung der Verpackungsabfälle auf die Allgemeinheit abgewälzt. Die Gemeinden müssen die Sammelstellen einrichten und unterhalten und den durch Littering verursachten Müll entsorgen. Finanziert wird dieser Aufwand aufgrund von nicht kostendeckenden Entsorgungsgebühren - auch über Kehrichtgrundgebühren - oder Steuergelder. Selbst wenn Getränkehersteller Mehrwegflaschen einsetzen, werden diese vom Detailhandel nicht immer mit einem Pfand belegt, da ihnen der Sammelaufwand zu gross ist. Aus Sicht der Grünen sollte der Detailhandel die Entsorgungskosten für das Verpackungsmaterial vollumfänglich übernehmen. Dies schafft einen Anreiz für einen sparsamen Umgang mit Rohstoffen. Mit dem Pfand landen die Getränkgegebinde automatisch wieder an der Verkaufsstelle und nicht im öffentlichen Raum.

Grüne Wirtschaft
Neben dem Pfand braucht es weitere Anstrengungen für weniger und recyclierbares Verpackungsmaterial. Die Initiative für eine grüne Wirtschaft weist den Weg. Sie verlangt die Senkung des Ressourcenverbrauches auf den Fussabdruck eine Erde bis 2050.

Mehr Informationen:
Studie zu Recylingquoten mit Pfandsystem

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