Gleiche Rechte für gleiche Pflichten

Die Rechte von Homo-, Bi- und Transsexuellen sind ganz zentrale Kernstücke, die eine offene und liberale Gesellschaft des 21. Jahrhunderts ausmacht. Viele Länder haben bereits erkannt, dass die Zeit der vollständigen Gleichstellung gekommen ist. Die Niederlande, Schweden, Kanada, Argentinien, Spanien, Südafrika und noch einige mehr haben die Ehe für alle geöffnet.
Warum soll man denn die Ehe nicht öffnen? Der Ursprungsgedanke dagegen ist doch bekanntlich der „Schutz der Ehe“, aber gleichzeitig wissen wir doch, dass bei den gleichen Pflichten auch die gleichen Rechte folgen. Gerade hier in der Schweiz, wo die Rechte eines jeden einzelnen Bürgers von grosser Bedeutung sind, ist nun der Zeitpunkt gekommen, zu handeln. LBGT’s sind Lehrer, Bauarbeiter, Barkeeper, Sekretäre, Politiker, Geschäftsführer oder Bademeister. Sie alle zahlen Steuern, genau wie Heterosexuelle. Gleichgeschlechtliche Paare wollen Geborgenheit, Liebe, für einander da sein, den Partner oder der Partnerin eine Unterstützung sein. Warum sollen also die Leute, welche für einander da sind und sich lieben, nicht auch dieselben Rechte erhalten.
Die Schaffung eines Partnerschaftsgesetzes war der erste Schritt in Richtung Chancengleichheit. Dennoch ist es doch nicht das Ziel, ein separates Rechtsinstitut für einen gewissen Personenkreis zu schaffen! Die Ehe hat sich gewandelt, genauso wie sich der Begriff „Familie“ gewandelt hat. Wir müssen einsehen, dass wir unsere Mitmenschen nicht aufgrund ihrer sexuellen Orientierung schlechter stellen. Genauso wie wir gelernt haben, Personen anderer religiöser Ansichten, anderer Hautfarbe oder anderer Herkunft gleichermassen zu behandeln wie die „Musterschüler“ in der Schweiz. Es gibt keine Musterschüler! Jedes Individuum verdient die gleichen Rechte bei gleichen Pflichten. Hierbei geht es nicht darum, ob ein Gebäude gebaut wird oder die Schule 8 oder 9 Schulstufen haben soll, sondern um soziale Gerechtigkeit und moralischen Fortschritt. Werden wir Teil in diesem Prozess und machen ein Zeichen für eine nicht perfekte Gesellschaft, sondern für eine richtige Gesellschaft!

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