Ständerat auf Seite der Abzocker

Heute hat der Ständerat die "1:12-Initiative - für gerechte Löhne" abgelehnt. Die bürgerliche Mehrheit will keine wirksamen Massnahmen gegen die Abzockerei und stellt sich hinter jene ManagerInnen, die unsere Gesellschaft als Selbstbedienungsladen sehen.Wir halten weiterhin an unserer Initiative fest und freuen uns auf den Abstimmungskampf.

Bereits diesen Mittag haben wir mit einer Aktion auf dem Bundesplatz auf die unglaublichen Lohnunterschiede aufmerksam gemacht: 1984 lag die Lohnbandbreite zwischen einem Durchschnittslohn und einem Topmanagerlohn im Schnitt noch bei 1:6, 1998 lag sie bei 1:13 bis die Lohnschere dann unter dem Diktat der neoliberalen Ideologie explodierte: Sie liegt heute nach neusten Zahlen beim unvorstellbaren Verhältnis von 1:93! Damit ist klar: Es braucht die 1:12-Initiative, um die masslosen Abzockerlöhne zu stoppen.

Abzocker nehmen sich auf Kosten aller anderen immer mehr

Die Abzocker zahlen sich immer höhere Gehälter aus, während allen anderen immer weniger bleibt. Die Löhne der grossen Mehrheit steigen kaum mehr, die Ungleichheit wird immer grösser. Das ist ungerecht und spottet der grossen Mehrheit - ohne deren harte Arbeit die Manager keinen Franken verdienen würden.

Mit der 1:12-Initiative schaffen wir gemeinsam gerechtere Löhne

Wir können etwas gegen Abzocker tun. Mit der 1:12-Initiative legen wir gemeinsam fest, dass niemand mehr in einem Jahr weniger als ein Topmanager im Monat verdient. Mit dieser einfachen Regel stoppen wir die Abzocker und schaffen gerechtere Löhne. Managersaläre können künftig nur noch im Gleichschritt mit den Löhnen aller anderen steigen.

Gerechte Löhne stärken die Schweiz

Das Abzocker-Problem wird mit der 1:12-Initiative gelöst, denn die Abzocker werden endlich wirksam gestoppt. Das gibt der Mehrheit in diesem Land nicht nur mehr Respekt. Sie erhalten auch mehr vom Kuchen. So wird die Kaufkraft, der soziale Zusammenhalt, die Motivation der Arbeitnehmenden und letztlich die Schweiz gestärkt.

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