Wahlkampfteam Richard Wolff legt Zahlen auf den Tisch und fordert vom FDP-Kandidaten Transparenz. Und sammelt mit Crowdfunding Spenden für den 2. Wahlgang.

Die Alternative Liste (AL) und das Wahlkampfteam Richard Wolff legen offen, wieviel der erste Wahlgang gekostet hat und wie er finanziert worden ist. Insgesamt wurden im ersten Wahlgang 71‘978 Franken ausgegeben. Die AL fordert den FDP-Kandidaten und sein Team auf, jetzt ebenfalls Transparenz zu schaffen und ihre Zahlen bekanntzugeben.

Erster Wahlgang: 71‘978 Franken Ausgaben

Für den ersten Wahlgang hat die AL und das Wahlkampfteam Wolff gemäss provisorischer Ab-rechnung insgesamt 71‘697 Franken eingesetzt. Von diesem Betrag flossen 40% in Inserate (Print und Web) und je rund ein Viertel in Druck und Aushang von Plakaten sowie Druck und Verteilung von 130‘000 Flyern. Finanziert wurde dieser Aufwand mit 25‘000 Franken aus dem ordentlichen AL-Budget, 36‘647 Franken Spenden und einem persönlichen Beitrag von Richard Wolff in Höhe von 10‘000 Franken. Ausserhalb dieses Budgets hat Richard Wolff noch einen niedrigen einstelligen Tausenderbetrag direkt übernommen, namentlich die Kosten für einen Versand an die Stadtzürcher VCS-Mitglieder.

Viele Kleinspenden – keine Zuwendungen von Firmen

Die 36‘647 Franken wurden von 196 Spenderinnen und Spendern bezahlt, alles natürliche Personen, keine Firmen oder Verbände. Der Spenden-Durchschnitt liegt bei 187 Franken pro Person, der Median bei 100 Franken. Im Detail verteilen sich die Spenden wie folgt:

20 – 99 Franken 53 Spender/-innen
100 bis 199 Franken 68 Spender/-innen
200 Franken 39 Spender/-innen
201 – 999 Franken 31 Spender/-innen
1‘000 Franken 4 Spender/-innen
2‘000 Franken 1 Spender/-in

„Crowdfunding“ für zweiten Wahlgang

Für den zweiten Wahlgang will das Team Wolff wieder mindestens gleich viel Mittel einsetzen. Um planen zu können, wurden letzten Freitag über 500 Personen per Mail gebeten, bis Mittwoch, 13. März 18h00 einen verbindlichen Spendenbeitrag zuzusichern. Der Aufruf wurde gleichzeitig auch auf den Webseiten der AL und von Richard Wolff platziert. Als erstes Spendenziel wurden 20‘000 Franken gesetzt. Schon nach einer Stunde lagen Zusagen für über 3‘500 Franken vor. Nachdem das ursprüngliche Spendenziel bereits am Sonntagmittag überschritten war, wurde es kurzfristig auf 35‘000 Franken erhöht. Das Wahlkampfteam ist zuversichtlich, dass dieser Betrag bis Mitt-wochabend erreicht wird. Dienstagabend um 20h00 lagen Zusagen in Höhe von 32'500 Franken vor.

Jetzt muss auch die FDP die Karten auf den Tisch legen

Am vergangenen Wochenende hat der FDP-Kandidat im Tages-Anzeiger und in der NZZ je ein ganzseitiges Inserat „Brief an die Bevölkerung von Zürich“ schalten lassen. Nach AL-Berechnungen kosten allein diese beiden Inserate – ohne das Ghostwriter-Honorar und die Agenturkosten – rund 40‘000 Franken. In der Februar-Ausgabe 2013 des kantonalen Partei-Infos „Freisinn“ schreibt Fraktionspräsident Thomas Vogel:

„Zeit, einmal Klartext zu reden: Meine Partei, die FDP des Kantons Zürich, hat in den letzten Jahren regelmässig publiziert, wie die Spenden- oder Einnahmenstruktur in unserer kantonalen Parteikasse aussieht. Wir haben aufgeschlüsselt in Mitgliederbeiträge, private Beiträge, Unternehmensbeiträge und Beiträge von kotierten Gesellschaften.“

Ich meine: Es ist Zeit, liebe Stadtzürcher FDP und lieber Weinberg-Besitzer, jetzt den Bürgerinnen und Bürgern reinen Wein einzuschenken, wieviel Geld in den ersten Wahlgang geflossen und wie das Ganze finanziert worden ist.

Und hier die provisorische Detailabrechnung des ersten Wahlgangs für die Kandidatur von Richard Wolff:

Flyer: Druck und Verteilung 15'550
Plakate: Druck und Aushang 13'148
Inserate Print und Web 29'015
Events 5'711
Diverses 2'554
Grafik 6'000

Ausgaben total 71'978

Beitrag aus ordentlichem AL-Budget 25'000
Spenden bis 1. März 2013 36'647
Beitrag Richard Wolff 10'000

Einnahmen total 71'647

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