Wohin des Weges Economiesuisse?

Den verantwortlichen Exponenten bei Economiesuisse böte die Abstimmungsniederlage zur Abzockerinitiative sehr viel an Potenzial zur Selbstreflexion. Schliesslich vertritt dieser wichtige Verband immerhin Firmen mit rund 2 Millionen Arbeitsplätzen in der Schweiz. Trotzdem ist die Distanz zur abstimmenden Bevölkerung zusehends gewachsen. Niemand bestreitet die schwierige Aufgabe den Interessenspagat von KMU und nationalen/internationalen Multis unter einen Hut zu bringen. Schliesslich ging es bei der Abzockerei hauptsächlich um letztere.

Die Aussagen von Präsident Rudolf Wehrli nach der Abstimmung bieten nicht unbedingt Anlass zur Hoffnung , dass sich der Graben zwischen Bevölkerung und Economiesuisse bald einmal verkleinern wird; im Gegenteil. Angeblich sind einige Firmen schon auf dem Weg die Schweiz zu verlassen. Natürlich kann Rudolf Wehrli keine Namen nennen, am besten hätte er darum gar nichts gesagt. Regelmässige Standortevaluationen von Firmen sind absolut normal. Doch meistens beruhen diese Standortvergleiche auf Fakten. Bei einer Annahme einer Initiative, die erst noch gesetzlich umgesetzt werden muss, liegt noch sehr viel im Argen. Auf dieser Basis einen Wegzug zu planen, wirkt nicht sehr rational. Was im Übrigen auch auf die derzeitige Kommunikation von Economiesuisse zutrifft.

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