Bedingungsloses Grundeinkommen für ausgesteuerte Personen jeden Alters welche in unserer Wirtschaft keine Chance mehr haben anstatt Sozialbezug...

Einen ähnlichen kürzeren Beitrag habe ich in einem der Blogs geschrieben, ist er es wert dass man ernsthaft darüber nachdenkt? Ich denke ja. Deshalb erlaube ich mir diesen in einem separaten Beitrag einzustellen und bin gespannt auf Ihre Gedanken, Ihre Reaktionen.

Wir können es uns heute nicht mehr erlauben einfach am Thema Arbeitslosigkeit, Arbeitslosenversicherung, Aussteuerung, wie weiter vorbeizuschauen. Die Menschen werden immer älter, Jobs immer weniger die Anforderungen immer höher und das eine Erhöhung des AHV Alter auf 70 ein Witz ist, da gehen, so denke ich viele mit mir einig.
Ich bin mir darüber im klaren, dass es beim Sozialamt nicht nur Klienten hat welche ihren Job durch Entlassung verloren haben, aber es würde im Moment zu weit führen dies auch noch auseinanderzunehmen.

Die Schiene ausgesteuert kann und darf nicht die letzte Möglichkeit sein, für Menschen welche Ihr Leben lang gelernt, gearbeitet und für Ihr Alter vorgesorgt haben. Es darf und kann auch nicht sein, dass man nach der Aussteuerung sein PVG aufbrauchen muss damit man noch in Würde die AHV erreichen kann und wenn man das AHV Alter erreicht hat kaum mehr genug zum Leben hat.
Deshalb hier nochmals meine Gedanken, welche vielleicht nicht neu sind, aber zum erneuten Nachdenken anregen können.

Man spricht doch immer wieder vom bedingungslosen Grundeinkommen welches für jeden gelten würde, d.h. so wie ich dies verstanden habe würde jeder einen bestimmten Betrag erhalten ohne je einen Finger dafür krumm zu machen und da gehen die Meinungen weit auseinander.

Nun meine Gedanken, warum kommt man nicht einfach mal von dem Gedanken, ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle, weg und macht daraus ein bedingungsloses Grundeinkommen für ausgesteuerte Personen über 55 oder generell Personen jedes Alters welche in unserer Wirtschaft keine Chance mehr auf eine Festanstellung erhalten? Warum will man eine Basis schaffen in der der Anreiz für eine Lehre von vorneherein schon mal vernichtet wird?

Damit würde man 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen, auf der einen Seite könnten die Stellen mit jüngeren Mitarbeitern besetzt werden auf der anderen Seite würde es, zwar eine Umlagerung vom Sozialamt stattfinden, aber die Sozialhilfeempfänger, bzw. die ausgesteuerten Arbeitnehmer welche ihre PVG angreifen müssen, hätten die Möglichkeit wenigstens die Grundversorgung, ohne auf das Soziamt zu müssen, bestreiten zu können, sie hätten den Anreiz sich auf die immer mehr verbreitende temporäre Anstellung einzulassen und sich das fehlende dazuverdienen, temporäre Stellen nehmen keinem die Stellen weg sondern werden bzw. wurden geschaffen um Spitzen zu brechen. Das wichtigste aber, die PVG bliebe erhalten.

Man müsste auch die ALV nicht zutode revidieren und das Sozialamt könnte sich endlich wieder auf das Kerngschäft Sozial zu arbeiten konzentrieren.

Dann hätte die Direktionsassistentin mit Jahrgang 54 wieder eine Chance ein paar Monate in ihrem alten Job zu arbeiten, ein ausgemusterter IT Spezialist könnte an einem anderen Ort sein breites Wissen temporär an einen jüngeren weitergebent. etc.
Dies macht heute immer noch nicht jeder bzw. jede. Da man als temporärer zwar in einer tollen Firma arbeiten kann, aber die Nachteile immer noch überwiegen. Es wäre eine Möglichkeit auf der einen Seite die temporär Arbeit aufzuwerten, und denjenigen welche heute keine Perspektive mehr haben eine zu geben.

Abgezogen würde automatisch die AHV, um die Pensionskassenbeiträge, Versicherungen etc. müsste sich jeder selbst kümmern. Ob ein IV Bezüger auch davon provitieren könnte, natürlich mit jeweiligem Abzugm darüber müsste man diskutieren, es darf einfach von vorne weg kein Anreiz geben die Kassen zu betrügen.

Sind wir doch einfach mal ehrlich, es wird für viele nicht besser, es wird nur noch schlimmer, denn die Jungen welche heute noch Kinder sind benötigen einen Job, die Anforderungen werden nicht weniger und alle welche über 55 sind können diese Anforderungen teilweise einfach nicht mehr bringen.

Trotz Weiterbildungskursen, Weiterbildungen beim RAV, trotz Validierung der Berufserfahrung, trotz Sprachkursen etc. bekommen vor allem die älteren selten eine Chance wieder als Festangestellte(r) einen Job zu bekommen. Zu wenig gebildet, zu teuer, zu alt...

Die Wirtschaft wird weiterhin diejenigen anstellen welche günstiger sind. Ob die Einwanderungen weniger werden, bezweifle ich, da die Schweiz angeblich ja immer noch an einem Mangel von Spezialisten leidet und den bilateralen Verträgen unterworfen sind, d.h. auch hier nicht viel Chancen dass sich in den nächsten Monaten, Jahren etwas ändern wird.

Nein.. ich bin kein Gutmensch, aber es gäbe einige Möglichkeiten denjenigen welches schon alles genommen wurde, wieder einen Lichtblick zu geben, denn ich möchte nicht in der Haut eines Sozialhilfeempfängers stecken...

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