Wieviel ist uns die Lebensqualität wert?

Im Tagesanzeiger bin ich auf einen interessanten Artikel gestossen.

Zusammengefasst ging es darum, dass sich der amerikanische Chef der Titan-Reifenfabrik anlässlich einer möglichen Übernahme eines Reifenwerkes in Frankreich, sich über deren Arbeitmoral lustig gemacht hatte.
Die Franzosen würden nur 3 Stunden pro Tag arbeiten und viel Lohn erhalten - so etwa der Tenor.

Interessant war jedoch auch zu lesen, dass die Produktivität (hier oder hier) und auch die Innovation von Frankreich mit den meisten Ländern mithalten kann und auch die amerikanische Wirtschaft übertreffen.
In Sachen Innovation kann uns Frankreich noch vieles vormachen (TGV, Raumfahrt, Concorde, Automobil-Industrie etc)

Obwohl selber Franzose, habe auch ich mich manchmal über die Arbeitsmoral der Franzosen geärgert. Handkehrum war ich aber immer vom Savoir-Vivre und der unbeschwerten Art der Franzosen angezogen, ja es hat mich auch begeistert.

Schauen wir mal zu uns. Ich erlebe oft, dass gerade in meinem Bereich (IT), die Leute dauernd Überstunden machen müssen, keine Freizeit geniessen können. Wie wär's mal wenn auch wir mal ein anderes Modell ausprobieren würden? Vielleicht die obligaten 42 Stunden/Woche reduzieren? Damit könnten wir auch wieder die Arbeitslosenzahlen reduzieren. Würde so etwas tatsächlich der Wirtschaft schaden? Anscheinend geht es in Frankreich doch auf.

Welches Motto ist uns wichtiger: Leben für die Arbeit (CH) oder Arbeiten zum Leben (F)?

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