Die Katze aus dem Sack lassen - mehr Transparenz in der Politik

47, 1981, 194, 32, 6000 . . . diese Liste könnte ich noch weiterführen. Das sind Zahlen, die mit mir zu tun haben, die einen mehr, die anderen weniger relevant für meine politische Tätigkeit. Mit der Schuhgrösse 47 lebe ich auf grossem Fuss, bin im Jahr 1981 geboren, muss mit meinen 195 ab und zu den Kopf einziehen und mit 32 Jahren bin ich voll im Schuss. Das Alter könnte bezüglich der Politik eine Rolle spielen, der ausbezahlte Lohn von 6000.- Fr. interessiert möglicherweise etwas mehr. Die Leute sollen wissen, wen sie wählen, nicht die Katze im Sack kaufen.

In einer Demokratie ist Transparenz gerade bei der Parteienfinanzierung ein wichtiges Gut. Es soll Klarheit darüber herrschen, von wo die Gelder kommen, mit welchen Wahl- und Abstimmungskämpfe finanziert werden. Der Einsatz von finanziellen Mitteln hat klare Auswirkungen auch auf den Prozess der Meinungsbildung, Plakate und Inserate belasten das Budget der Parteien und Interessengruppen erheblich, sind aber beinahe nicht mehr wegzudenken von den Strassen, den Zeitungen oder den Websites. Die Initiative zur Transparenz in der Parteienfinanzierung der jungen SP Olten ist ein wichtiger Schritt für mehr Demokratie in unserem Kanton und trägt dazu bei, dass Klarheit darüber herrscht, welche Interessen hinter welchen Kampagnen herrschen.

Als Kantonsratskandidat will ich die Wählerinnen und Wähler natürlich auf mich aufmerksam machen und ihnen verdeutlichen, wofür ich mich einsetzen will. Es gibt verschiedene Arten, wie man das Ganze angehen kann. Ein Teil des Wahlkampfs wird von den Parteien organisiert, ich beziehe mich in erster Linie auf meinen persönlichen Weg bis zum Wahlsonntag. Anstelle von Plakaten entlang den Hauptverkehrsachsen oder von teuren Inseraten in der Tagespresse habe ich mich entschieden einen möglichst kostenneutralen Wahlkampf zu betreiben. Das, was den Wählerinnen und Wählern lieb und teuer sein sollte, ist das Wissen darüber, wen man wählt. Diese Informationen gebe ich auf meiner Homepage, bei Facebook, Twitter und bei unzähligen Gesprächen wieder.

In meinem Wahlkampf habe ich 25.- für die Postkarten ausgegeben, dazu kamen 50.- Fr. für Briefmarken und 16.- Fr. für meine Website. Kritiker könnten mir jetzt vorwerfen, dass es mir nicht mehr wert ist, jedoch finde ich, dass der Fokus beim Inhalt und nicht bei teuren Kampagnen gelegt werden sollte. Weder bin ich so attraktiv wie ein Supermodel noch sagt es etwas über meine Inhalte und meine politische Arbeit aus, wenn ich irgendwo an einem Kandelaber hänge, darum versuche ich durch inhaltliche Arbeit und mit dem Ausüben von politischen Rechten mich für meine Anliegen einzusetzen. Kantonsratswahlen sind im Gegensatz zu Regierungsratswahlen nicht primär Personenwahlen, die Parteizugehörigkeit spielt vielmehr eine Rolle. Das was ich persönlich zu bieten habe, sind klare Positionen (www.smartvote.ch) , meine tägliche politische Arbeit und eine gehörige Portion Energie, Wille und Zeit. Ob das die Wählerinnen und Wähler auch so sehen und mir ihr Vertrauen aussprechen, wird sich kommenden Sonntag zeigen. Für mich ist aber klar, ich werde auch in Zukunft mich für meine Anliegen einsetzen und meine Zeit für diese investieren.

Darum lassen wir doch die Katze aus dem Sack und bringen wir Licht ins Dunkle, das sind wir den Wählerinnen und Wählern schuldig. Gerne bin ich bereit auch bei einem Gespräch mehr Transparenz zu schaffen, auf www.tvudi.ch finden Sie meine Kontaktdaten.

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