Der Wegwerfskandal als traurigen Abschluss des Pferdefleischskandals

In der Schweiz muss niemand fürchten zu verhungern und trotzdem haben wir ebenfalls eine hohe Zahl an Armutsbetroffenen, die auf oder unter dem Existenzminimum leben. Diese Menschen tun sich tagtäglich schwer, sich mit ihrem sehr eingeschränkten Budget vernünftig eindecken zu können. Von vielen Privilegien, die für den Mittelstand und die reicheren Schichten sowieso selbstverständlich sind, können armutsbetroffene Menschen nur träumen. Vor unseren Augen werden nun Lebensmittel, welche ohne Gefahr noch konsumierbar sind, wegen fehlender Rückverfolgung der Rohstoffe vernichtet. Die gequälten Pferde sind damit nicht nur schmerzvoll sondern auch noch sinnlos gestorben. Gesetze und Regeln sind da eingehalten zu werden, doch es gibt da auch noch das berühmte Sprichwort, dass Ausnahmen die Regeln bestätigen. Im Falle der Fertigprodukte mit Pferdefleisch führt die Einhaltung der Regel, den letzten Rest von Ethik ab absurdum. Was wäre denn passiert, wenn die Falschdeklaration nicht zufällig aufgeflogen wäre? Respektive wer weiss schon, ob dies die erste Produktion mit Pferdefleisch statt Rind war? Die Produkte wären von Konsumenten gegessen worden. Nun landen diese auf dem Mühl. Wahrhaft die Kumulation und der traurige Abschluss von skandalösen Zuständen.

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