Ja zum Bundesbeschluss über die Familienpolitik

Es wurde schon viel geschrieben zu diesem Abstimmungsthema. Oft wurde von bürgerlichen Vertretern die Angst verbreitet, dass durch Annahme dieses Artikels massive Kosten entstehen würden. Allerdings ist an keiner Stelle festgeschrieben, dass der Staat für die Betreuung der Kinder aufkommen muss:

Bund und Kantone fördern die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit oder Ausbildung

Genau dieser Punkt ist entscheidend und durchwegs positiv. Gerne nehme ich dazu ein Beispiel aus der Pflege zu Hilfe. Die Ausbildung zur Pflegefachfrau dauert aktuell vier Jahre. Vor dem Ausbildungsbeginn muss eine Matura oder eine Vorbildung zur Fachperson Gesundheit abgeschlossen sein.
Der geneigte Leser merkt nun, da steckt auch schon viel Aufwand, unter anderem auch der Spitäler, dahinter eine junge Person in den Berufsstand der Pflege zu bringen.

Das Angebot der Kinderbetreuung im Gesundheitswesen steckt noch in den Kinderschuhen oder ist teils gar inexistent. Wenn nun also eine Pflegefachfrau eine Familie gründet, ist sie gezwungen das Pensum stark zu reduzieren oder ganz aus dem Beruf auszuscheiden. Schauen wir nun auf den Personalnotstand in der Pflege, muss man sagen: Das können wir uns nicht leisten! Da sind nun Kantone und der Staat betroffen. Da geht es um die Sicherstellung der Gesundheitsversorgung. Besser ist es also wenn Bund und Kantone gemeinsam am Konzept der Vereinbarkeit von Famile und Erwerbstätigkeit arbeiten.

An der Familienfreundlichkeit können wir in unserem Land noch arbeiten, also packen wir es an mit einem klaren JA zur Familie.

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