Daniel Vasellas neues Work-Life-Balance Programm, 72 Millionen Franken fürs Nichtstun.

Den einen gibt’s der Herr im Schlaf, die anderen wählen Daniel Vasellas neues Work-Life-Balance-Programm. Viel Geld verdienen, ohne etwas zu tun. Derweil ist die Ethik frustiert. Sie möchte in einem international tätigen Grossunternehmen arbeiten, bekommt aber auf alle ihre Bewerbungen bloss einsilbige Absagen. In einigen Unternehmungen scheint kein Platz mehr für sie zu sein. Natürlich wäre doppelt falsch und viel zu einseitig, in Daniela Vasella „nur“ einen bösen Abzocker zu sehen und die ganze Schweizer Wirtschaft als „Abzockerbande“ zu brandmarken. Vor allem die KMU, das Rückgrat unserer Ökonomie, haben mit Abzockerei und Masslosigkeit wenig bis gar nichts am Hut. Trotzdem hat eine kleine Elite die Bodenhaftung verloren und sich in unanständiger Weise bereichert. Immerhin hat Daniel Vasella und andere Managerkollegen dafür eine Leistung erbracht. Mit seinem neuesten Schachzug, sich 72 Millionen Franken über 6 Jahre fürs Nichtstun von Novartis bezahlen zu lassen, ist ein weiterer unrühmlicher Höhepunkt erreicht. Die UBS hat dieses Jahr ihren Jahresverlust in der Höhe von Boni ausbezahlt. Die Grundsätze des einfachen Wirtschaftens werden regelmässig ad absurdum geführt. Für den einfachen Bürger wie mich ist dies nicht mehr nachvollziehbar und es trennt mehr und mehr die verschiedenen sozialen Gesellschaftsschichten, was wiederum langfristig die Stabilität einer Gesellschaft gefährdet. Bis anhin konnten sich Politiker, Manager, Wirtschaftsführer und andere bekannte Personen in unserem Land frei und völlig normal auf der Strasse bewegen. Dies soll auch in Zukunft so bleiben und darum hoffe ich, dass am 03. März mit der Annahme der Abzockerinitiative ein starkes Signal gesetzt wird.

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