Graubünden 2022 – einmalige Chance!

Die mögliche Kandidatur für Olympische Winterspiele sorgt in Graubünden zurzeit für intensive Debatten. Ich werde am 3. März klar JA sagen. Als Bündner, weil ich ein grosses Potenzial für unseren Kanton darin sehe und als Schweizer, weil die Spiele unser Image wieder ins richtige Licht rücken würde. Dank der internationalen Ausstrahlung von Olympischen Winterspielen könnten wir endlich wieder einmal der ganzen Welt unsere Tugenden zeigen, auf die wir stolz sind und mit denen wir lange weltweit charakterisiert wurden. Innovation, Mut und Fleiss – wir wären hervorragende Gastgeber und perfekte Organisatoren, davon bin ich überzeugt. Die Schweiz braucht Visionen - grosse Projekte haben uns immer wieder beflügelt, für positive Emotionen gesorgt und die Wirtschaft angekurbelt.

Zuerst muss das Bündner Stimmvolk aber die Bereitschaft dazu zeigen. Ich bin zuversichtlich, dass die Abstimmung vom 3. März mit einem JA enden wird. Die Argumente dafür sind überzeugend, weil Graubünden 2022:
• finanziell vernünftig und wirtschaftlich sinnvoll ist.
Die Investitionen werden sich mehrfach auszahlen; dank dem weltweiten Marketing, dank dem Wirtschaftsimpuls und dank den Investitionen in die Infrastruktur vom denen der Kanton Graubünden als Tourismusstandort nachhaltig profitiert. Bis 2022 kann der Kanton mit bis zu einer Million zusätzlichen Logiernächten und bis zu CHF 2,3 Milliarden zusätzlichen Umsätzen rechnen.
• dank der NIV-Charta (Nachhaltigkeit x Innovation = Vermächtnis) die verbindliche und nachhaltige Ziele vorgibt, die von einem unabhängigen Gremium kontrolliert werden. Als Beispiele dienen die kurzen Verkehrswege, der Fokus auf den ÖV und der Ansatz mit temporären Bauten zu arbeiten – alles Massnahmen, um die Umwelt zu schonen.
• hervorragend konzipiert ist und auf die Möglichkeiten in Graubünden angepasst wurde. Die Austragungsorte Davos und St. Moritz verfügen bereits über eine hervorragende Infrastruktur und optimale klimatische Bedingungen.
• über die kommenden Jahre für einen Innovationsdialog sorgen wird, von dem ganz Graubünden profitieren wird.
• der Jugend wieder eine Perspektive bieten wird und so die Abwanderung von jungen Talenten und Jungfamilien verhindert werden kann. Neue Stellen könnten geschaffen werden und neue Ideen für die Vision Graubünden 2022 und für darüber hinaus werden entstehen.

Profitieren wird aber die ganze Schweiz. Olympische Winterspiele erreichen über die Medien weltweit knapp 4 Milliarden Menschen, alle sehen die Schönheit unserer Natur, eine riesige Marketingchance für uns. Eine wissenschaftliche Studie hat zudem gezeigt, dass die Schweiz dank Spielen mit 30‘000 neuen Vollzeitstellen, einer zusätzlichen Bruttowertschöpfung von 4,1 Mrd. und zusätzlichen Steuereinnahmen von bis zu CHF 440 Mio. rechnen kann. Zudem erfährt der Sport einen wichtigen Impuls, die Nachwuchskräfte werden gezielt auf 2022 hin aufgebaut und der Breitensport erhält Aufschwung. Der Verpflichtungskredit von CHF 1 Mrd. durch den Bund ist also gut investiertes Geld.

Die Chance auf Olympische Winterspiele in der Schweiz stand noch nie so gut wie jetzt. Das Konzept Graubünden 2022 hat beim IOC bereits für Zustimmung gesorgt und aufgrund der Konstellation vergangenen und der nächsten Veranstaltungsorte werden 2022 die Spiele höchstwahrscheinlich an Europa vergeben. Die Schweiz und Graubünden 2022 sind daher in der Pole-Position. Packen wir die Chance!

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