Aus der Region, für die Region!

Als mir vor 20 Jahren meine Tante ganz entsetzt mitteilte, dass sie erzürnt darüber sei, das sie auf dem Gotthard-Pass kein Schweizer Mineralwasser bekommen hat sondern nur eins aus Italien musste ich noch schmunzeln. Heute würde ich dem Wirt auch mit Unverständniss gegenüber treten.

Im 10vor10 wie auch in anderen Medien wurde in den letzten Tagen darüber berichtet, das mittlerweile 1/3 des konsumierten Mineralwasser aus dem Ausland kommt. Mit dem Transport verbunden grad noch pro Liter ein halbes Kilo Co2 dazu.

Wir Schweizer tun viel für den Umweltschutz, sind Weltmeister beim Recyclen und unternehmen grosse Anstrengungen den CO2 Ausstoss zu reduzieren. Dabei werden die kleinen Dinge die direkt vor unserer Nase stehen oft vergessen: Mineralwasser aus Italien, Frankreich et cetera.

Dabei können wir mit 0 Mehraufwand dagegen steuern. Aus der Region für die Region! Nein, ich arbeite nicht bei einem Grossverteiler sondern habe ein Gastonomiebetrieb.

Ich habe auf tausende Franken "Prämie" verzichtet, indem ich keinen Knebelvertrag mit einem Getränkehändler abgeschlossen habe. Somit kann ich selber bestimmen, woher ich meine Getränke beziehe. Unser Mineralwasser kommt aus Lostorf.

Ich habe in meinem Betrieb keinen Wein auf der Karte aus Übersee sondern nur aus Europa. 1/4 des Einkaufs kommt direkt vom Solothurner Bürgerwein. Kartoffeln, Eier, Äpfel direkt vom Bauer aus Subingen. Kaffee aus Solothurn. Bier aus Solothurn. Die Milchprodukte aus Biberist.

Es ist also nicht schwer, seinen Beitrag zu leisten, sei es beim Umweltschutz oder bei der Erhaltung von Arbeitsplätzen in der Region. Man muss es nur wollen.

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