Zur Abstimmung über die Ladenöffnungszeiten in Basel-Stadt

"Die Schliessung der Läden sei Lebensqualität" und "Die Freiheit der Konsumenten sei die Unfreiheit der Angestellten" heisst es von den Gegnern. Es geht um die Abstimmung in Basel-Stadt über den Grossratsbeschluss, am Samstag den Läden um zwei Stunden längere Öffnungszeiten zu erlauben, nämlich von 18.00 Uhr auf 20.00 Uhr.
Ich führe ein Fachgeschäft für Fussorthopädie und Komfortschuhe in der Nähe des Wettsteinplatzes am Rande der Basler Innenstadt. Weil sich mein Fachgebiet und Standort nicht eignet mache ich keinen Abendverkauf, was nicht heisst, dass ich nicht manchmal für meine Kunden Abends da bin oder an Samstagen, wenn mein Laden offiziell geschlossen ist. Trotz 50-60 Stunden Wochenarbeitszeit bin ich das meinen Kunden schuldig und das ist ein Teil der Qualität meiner Dienstleistung.
Obwohl mir die Abstimmung eigentlich egal sein könnte, befürworte ich die Verlängerung der Öffnungszeiten. Auf der "Insel" in Weil am Rhein, jenseits der Grenze, hat ein Grossverteiler bis 22.00 Uhr offen. In St. Louis kann man auch bis spät einkaufen. Es macht kaum grossen Sinn in einem Umfeld von langen Öffnungszeiten in der Stadt Basel eine Insel von restriktiven Öffnungszeiten zu pflegen um nachher mit Apellen "Ja zur Schweiz, hier kaufe ich ein..." die Konsumenten in der Schweiz halten zu müssen. Auch die Öffnungszeiten sind eben Bestandteil der Qualität der Basler Stadtwirtschaft.

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