Das Gleichgewicht zwischen Wachstum und Bewahren ist dringend nötig! Deshalb empfehle ich ein Ja zur Revision des Raumplanungsgesetzes.

Die Revision des Raumplanungsgesetzes (RPG) ist ein indirekter Gegenvorschlag zur Landschaftsinitiative. Letztere verlangt u.a., dass die Gesamtfläche der Bauzonen in der Schweiz während 20 Jahren nicht vergrössert wird. Sie würde also ausgerechnet Kantone wie das Wallis begünstigen, die eindeutig zu grosse Bauzonen geschaffen haben. Kantone hingegen, die ihre Bauzonen angemessen bestimmt und damit ihre Hausaufgaben gemacht haben, würden bestraft. Eine verkehrte Welt - einmal mehr!

Wenn die Bevölkerung die Revision des RPG ablehnt, kommt automatisch die Landschaftsinitiative zur Abstimmung. Wer glaubt, diese werde dann auf jeden Fall verworfen, täuscht sich. Die Bevölkerung ist nämlich sensibilisiert. Das haben die beiden Initiativen „Zweitwohnungen“ (auf Bundesebene) und „Kulturland“ (im Kanton Zürich), welche letztes Jahr angenommen wurden, klar bewiesen.

Gesamtsicht und Güterabwägung nötig

Es geht also bei der bevorstehenden Abstimmung um eine Gesamtsicht und eine diesbezügliche Güterabwägung. Mit dem revidierten RPG erreichen wir zwar nicht die Lösung aller Probleme, wir haben unsere Raumplanung aber immerhin noch in den eigenen Händen. Konkret in der Verantwortung unserer Gemeinden und unseres Kantons. Das wird sich auszahlen, und zwar positiv.

Das vom Gewerbeverband angestrebte 2x Nein scheint mir unrealistisch. Das zeigen auch Umfragen: Unsere Bevölkerung will das Kulturland schützen und den Boden unter den eigenen Füssen nicht verlieren. Ein Ja zum Raumplanungsgesetz ist deshalb besonders wichtig. Wir versenken damit nicht nur die Landschaftsinitiative, wir ermöglichen vor allem auch das nötige Gleichgewicht zwischen Wachstum und Bewahren.

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