Die dreckigen Flecken auf dem grünen Fussballrasen

Fussball ist heute weltweit ein Milliardenbusiness, doch die Strukturen der nationalen und internationalen Verbände, die der beliebtesten Sportart weltweit vorstehen, sind von vorgestern. Unter dem schönen grünen Fussball Rasen, liegt definitiv sehr viel Dreck. Bisher haben die Verbände und Clubs immer sehr ähnlich reagiert, wenn wieder einmal ein solcher Dreckhaufen zum Vorschein gekommen ist. Das Motto nichts sehen, nichts hören und weiter abkassieren. An schönen Worten der Neuausrichtung und Weiterentwicklung hat es nie gefehlt, bisher sind einfach die Taten ausgeblieben.

Zwei aktuelle Beispiele. Die vom Antikorruptionsexperten, Mark Pieth lancierte FIFA Reform für mehr Transparenz und verbesserte Rahmenbedingungen, wollen einflussreiche nationale Verbände schon wieder schleifen und aufweichen. In der gleichen Woche informiert Europol, dass zwischen 2008 und 2011 wohl rund 700 Fussballspiele manipuliert worden sind. Eigentlich kein Wunder, nehmen wir den Zustand des von Korruption zerfressenen Fussball Weltverbandes FIFA als Basis. Der Fussball ist krank. Angefangen bei den horrenden Gehältern, die bereits an noch kindliche Jugendliche bezahlt werden. Doch die Verbände – national wie international – waren bisher sehr Beratungsresistenz und konnten zumeist fernab des staatlichen Rechtseinflusses ihr Dasein in einer Art Parallelwelt fristen. Dies wird sich nach den neuesten Skandalen hoffentlich bald ändern. Und sollte der Fussball nach der Glaubwürdigkeit auch noch seine wichtigste Währung, den Zuschauer und Fan verlieren, spätestens dann wird ein Umdenken stattfinden müssen.

1 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.


Mehr zum Thema «Sport»

zurück zum Seitenanfang