Echte Wahlfreiheit für junge Väter und Mütter

Die SZ titelt: Eltern zahlen so hohe Beiträge für die Krippe, dass Mütter besser zu Hause bleiben.“ Diese Headline ist entlarvend. Als junger, liberal eingestellter Mann frage ich mich, weshalb diese Headline nicht wie folgt lautet: „Eltern zahlen so hohe Beiträge für die Krippe, dass ein Elternteil besser zu Hause bleibt.“. Gleichstellung zwischen Mann und Frau, insbesondere auch Chancengleichheit und Wahlfreiheit in der Aufteilung von Familienarbeit und Geldverdienen – so dachte ich bis vor Kurzem – sei für meine Generation selbstverständlich. Kein grosses Thema, sondern gegeben. Beobachtungen bei jungen Familien in meinem Umfeld und Headlines wie diese zeigen mir, dass dem nicht so ist. Zu stark ist in vielen Köpfen offenbar noch verankert, dass es bei (zu) hohen Krippenkosten, zwangsläufig die Frau ist, die zuhause bleibt. Zu viele halten einen jungen Hausmann für einen Weichspüler. Für Einen, der es nicht schafft für seine Familie zu sorgen. Im Gegenzug ist für dieselben Leute eine 100% arbeitende Mutter eine schlechte Mutter, die ihre Kinder vernachlässigt. Der Familienartikel wird keine Wunder vollbringen und zwangsläufig Kosten für die öffentliche Hand auslösen. Vor allem aber wird er einen wichtigen Prozess hin zu einer liberalen und modernen Gesellschaft anstossen. Eine Gesellschaft, wo echte Wahlfreiheit für junge Väter und Mütter herrscht. Ich sage JA zum Familienartikel.

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