"Der Familienartikel ist gut gemeint, entpuppt sich aber bei näherer Betrachtung als trojanisches Pferd für dutzende weitere kostspielige Vorlagen."

Der Familienartikel – ein trojanisches Pferd

Der Familienartikel zieht einen Rattenschwanz von mehr Bürokratie, höheren Steuern und weniger Freiheit für junge Familien nach sich. Unumstritten sind die Bedürfnisse nach flexibleren Arbeits- und Betreuungsmodellen, der Ansatz der bundesweiten Regulierung und undifferenzierten Subventionierung der Kinderbetreuung nach dem Giesskannenprinzip geht aber eindeutig zu weit und hat fatale Folgen für Kantone und Gemeinden.
Der Verfassungstext ist voll mit schwammigen Formulierungen, welche die Staatsquote durch die Hintertür erhöhen und die heutige gut funktionierende Partnerschaft von Gemeinden, Familien und Unternehmen unterwandern und bevormunden. Die Gleichmacherei des Bundes setzt sich über die individuellen Bedürfnisse der Kantone und Gemeinden hinweg und zielt auf eine vollends verstaatlichte Kinderbetreuung. Die geplante Familienausgleichskasse, die übrigens im Gesetzesartikel nur nebenbei erwähnt wird, ist eine Kostenfalle sondergleichen.
Der Familienartikel bedeutet mehr Steuern und Abgaben für alle und schränkt damit die Familien in ihrer finanziellen Freiheit weiter ein.
Ein liberaler Ansatz der Familienförderung wäre die Abschaffung der Heiratsstrafe und die Erhöhung der Steuerabzüge für Kinderbetreuung. Der Familienartikel ist gut gemeint, entpuppt sich aber bei näherer Betrachtung als trojanisches Pferd für dutzende weitere kostspielige Vorlagen. Ein Ja zur Familie heisst Nein am 3. März zum Familienartikel!

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