Die Auslandschweizer-Organisation (ASO) will an die E-Mail-Accounts aller Auslandschweizer herankommen. Die SVP ist ihr dabei behilflich.

Die Auslandschweizer-Organisation (ASO) gibt sich gerne einen quasi-offiziellen Anstrich. Dabei ist sie eine private Stiftung. Früher war sie ein Verein.

Die ASO feiert sich selber als repräsentative Vertretung der im Ausland lebenden Schweizerinnen und Schweizer. Das ist gekonnt gelogen.

Von den 700 000 Auslandschweizern sind nicht einmal 4 % Mitglied der ASO. Mit andern Worten: 96 % der Auslandschweizer haben mit der ASO nichts am Hut und wollen von ihr auch nicht belästigt werden.

Die ASO strebt eine EU-Mitgliedschaft unseres Landes an. Auf dieses Ziel arbeitet ihre millionenschwere Propaganda-Maschine (ASO/Swissinfo) systematisch hin. Das Schmieröl liefert die Bundeskasse.

Nun soll der Bund noch etwas liefern: Die ASO will die E-Mail-Accounts von sämtlichen Auslandschweizern erfahren.

Bereits wurden Politiker in Marsch gesetzt. Und die Aussenpolitische Kommission (APK) des Nationalrates hat flugs eine Kommissionsmotion dieses Inhalts zuhanden des Bundesrates genehmigt. In der kommenden Märzsession des Parlamentes wird das Geschäft behandelt.

Als Kommissionssprecher deutscher Zunge wird sich SVP-Nationalrat Maximilian Reimann (AG) für ein Ja zu dieser Adressenauslieferung in die Schanze werfen.

Man reibt sich die Augen.

Reimann hat wie alle andern SVP-Vertreter in der Kommission dieser unglaublichen Motion zugestimmt. Es gab insgesamt 19 Ja-Stimmen und eine Enthaltung.

Das überraschende Verhalten dieser SVP-Politiker ist erklärungsbedürftig.

Haben sie den politischen Verstand verloren? Das Gspüri auf jeden Fall.

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