Der Kanton Bern hat die einmalige Chance sich erneuerbar zu positionieren: Mit 2x Ja zu den Energievorlagen setzen wir ein klares Ziel für die nächsten 30 Jahre

Am 3. März 2013 nimmt die Berner Stimmbevölkerung eine energiepolitische Weichenstellung vor: Mit der Initiative Bern erneuerbar und dem Gegenvorschlag des Grossen Rates kann der Kanton Bern den Weg in eine zukunftsgerichtete Energiepolitik einschlagen.

Die Initiative will, dass im Kanton Bern ab 2035 Strom und ab 2050 Energie für Heizung und Warmwasser vollständig aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Der Gegenvorschlag verfolgt das gleiche Ziel in einem Zeitraum von 30 Jahren, verzichtet aber auf eine Etappierung der Umsetzungsregelung.

Dem Kanton Bern winkt bei Annahme der Vorlagen eine klimapolitische und eine grosse volkswirtschaftliche Chance. Erneuerbare Energien und Energieeffizienz bieten ein riesiges Arbeitsplatzpotenzial. Bereits 2010 generierte allein die Branche der erneuerbaren Energien 6260 Vollzeitstellen im Kanton Bern. Gemäss einer neuen Studie können im Kanton Bern bis 2035 weitere 10‘723 Stellen im Bereich der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien geschaffen werden. Davon profitieren ländliche Regionen ganz besonders.

Erneuerbare Energie und Energieeffizienz sind aber auch bester Umwelt- und Klimaschutz. Mit der Initiative Bern erneuerbar und dem Gegenvorschlag des Grossen Rates leisten wir unseren Beitrag zur Reduktion des CO2-Ausstosses und gegen die fortschreitende Klimaveränderung.

Behauptungen, wonach die Initiative oder der Gegenvorschlag einen Sanierungszwang für Liegenschaften nach sich zögen, entbehren jeder Grundlage. Mit Initiative und Gegenvorschlag müssen Heizungen und Warmwasseraufbereitungsanlagen, welche nicht bereits mit erneuerbaren Energien laufen, innerhalb der Umsetzungsfrist (30 bzw. 37 Jahre) auf erneuerbare Energieträger umgestellt werden. Heizungen und Warmwasseraufbereitungsanlagen haben jedoch eine Lebensdauer von rund 20 Jahren. Der Umstieg kann daher im Rahmen der ganz normalen, in jedem Haus nötigen Erneuerungsinvestitionen erfolgen.

Egal, ob mit der Initiative oder dem Gegenvorschlag: Wir kommen ans selbe Ziel – und auch mehr oder weniger im selben Zeitraum. Wer das Umsetzungstempo und die Etappenziele etwas genauer vorgeben will, bevorzugt bei der Stichfrage die Initiative – wer das Umsetzungstempo lieber dem Grossen Rat und dem Regierungsrat überlassen will, bevorzugt den Gegenvorschlag. Mit beiden Varianten, der Initiative und dem Gegenvorschlag Bern erneuerbar, gelingt im Kanton Bern der Wechsel zu einer regionalen erneuerbaren Energieversorgung. Das ist eine riesige Chance für den Kanton Bern – packen wir sie! Stimmen wir am 3. März 2 x Ja.

Adrian Wüthrich, Grossrat/Gemeinderat, Huttwil

Mehr Informationen: www.eebern.ch

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