Neuer Bussenkatalog gegen Raser Heute habe ich die Artikel zum neuen Bussenkaladog gesehen ubd bin erschrocken, wie viele sich scheinbar abgezockt fühlen.

Mit dem neuen Bussenkatalog werden Raser und Geschwindigkeitsübertreter nun stärker zur Kasse gebeten.
Dass Geschwindigkeit eine grosse Rolle bei Unfällen spielt und jeder zusätzliche Kilometer pro Stunde das Todesrisiko erhöht, dürfte allen klar sein.
Ich erinnere mich an den simulierten Zusammenstoss im Verkehrshaus mit den zwei Mini Cooper. Da waren wir bei je 13 km/h und es hatte, trotz der erstmal tiefen Zahl, einen ziemlichen Bums drauf.
Im Vergleich zu dieser Simulation, sind die Wagen heute grösser und schwerer. Somit ist das Risiko verletzt zu werden grösser. Dabei spielt es keine Rolle ob der Fahrer durch neue Techniken besser geschützt ist, sondern es ist immer darauf zu achten, was mit dem schwächsten Teilnehmer im Strassenverkehr, dem Fussgänger, passiert. Und hier kommen die neuen Grenzwerte bei der Bemessung der Bussen zum tragen. Zusätzlich muss man sagen, dass auch für Velofahrer strengere Regeln gelten müssen. Hier ist definitiv viel zu tun.

Gleichzeitig muss man den Strassenverkehr, wegen der massiv höheren Dichte gegenüber dem, was die meisten Autofahrer von früher kennen, sowieso stärker reglemtieren. Mehr Fahrer bringen immer auch mehr Risiken mit sich. Die Leute sind gestresst durch die Wartezeiten an der Kreuzung, versuchen dann auf ein paar Metern noch schnell ein paar Sekunden zu gewinnen und riskieren so, auf Kosten anderer, sehr viel.

Doch jetzt zu meiner generellen Beobachtung.
Für viele sind die höheren Bussen ein Zeichen für Abzocke. Man vergleicht sich gleich mit Mördern und Räubern. Man fühlt sich verfolgt und überwacht. Viele glauben selbst besser entscheiden können, wo welche Geschwindigkeiten gelten sollen. Dieser Einstelleung muss ich energisch wiedersprechen!

Es sollte doch in einem Rechtstaat für alle klar sein, dass nur der Staat ein Gewaltmonopol hat und Gesetzte, Verordnungen und Regeln aufstellen kann. In gewissen Bereichen sind es Rahmenbedingungen, in anderen zwingendes Recht. Ob die Geschwindigkeitslimiten sinnvoll sind oder nicht, sei dahingestellt. Generell sind diese Limiten das Ergebnis einer Verwaltung die ihre Aufträge von der Politik bekommt. Politiker werden vom Volk gewählt und geben die politische Richtung vor. Offenbar sind die heutigen Beschränkungen vom Volk, zumindest der Mehrheit, akzeptiert. In unserer direkten Demokratie laden wir jeden stimmberechtigten Bürger ein, andere Vorschläge mittels einer Volksinitiave zu bringen. Solange das nicht gemacht wird und ander Urne nicht bestätigt wird, solange gelten die heutigen Gesetze.

Bei Bussen muss man aber auch klar sehen, dass niemand gezwungen wird, die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten zu überschreiten. Klar kann man nicht immer genau 30/50/60/80 uws fahren. Dafür gibt es aber einen Tolleranzabzug. Aber muss man denn immer an der Grenze fahren?
Wie kann es sein, dass Autofahrer Schilder übersehen dürfen und man ein Auge zudrücken soll? Wo wird es akzeptiert, wenn der Zugführer ein Signal übersieht?
Wie kann es sein, dass man davon ausgeht, dass gewisse Strassen nicht mehr Tempo 50 haben, aber immer noch auf die alte Geschwindigkeit besteht?
Wie kann es generell sein, dass man sich abgezockt fühlt, obwohl man aktiv zu schnell gefahren ist?

Somit bitte ich die ganzen entrüsteten Fahren sich mir der Trotzreaktion zurückzuhalten und lieber Vorschläge zu bringen. Solange es aber jeder besser weiss, wird die Mehrheit wegen einer Minderheit eingeschränkt.

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