Abzocker-Initiative: ein Klotz am Bein der Schweizer Jugend

Am 3. März 2012 stimmt das Schweizer Volk über die Abzocker-Initiative von Thomas Minder ab. Eine höchst emotionale und zukunftsweisende Abstimmung steht uns bevor. Zeit um die Initiative und den Gegenvorschlag etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Grundsätzlich ist die Abzocker-Initiative nichts anderes, als eine Änderung des Aktionärsrechtes auf Verfassungsstufe. Die Initiative enthält 24 starre Vorschriften, welche das Schweizer Gesetz zum schärfsten Aktienrecht der Welt verwandelt. Die Unterschiede sind fein, aber von grosser Wichtigkeit, da zum Beispiel „abstimmen zu müssen“ und „abstimmen zu können“ andere Folgen haben kann. Eine stärkere Regulierung im Aktienrecht tangiert in erster Linie Arbeitsplätze in grossen börsenkotierten Unternehmen und ihre Aktionäre, hat aber viele andere Folgen. Wer damit Boni und hohe Löhne verhindern will, wird bitter enttäuscht. Zu glauben, dass eine schärfere Regulierung in diesem Bereich die Probleme löst und in keinem anderen Bereich Probleme schafft, ist fahrlässig. Neben den Grossunternehmen, den Aktionären, den KMU’s, den Pensionskassen und der gesamten Wirtschaft ist auch die Jugend betroffen. Durch die starren Vorgaben der Initiative schädigt die Initiative die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Schweiz, so dass sich internationale Unternehmen für andere Länder entscheiden und sich nicht in der Schweiz niederlassen. Dies bedeutet, dass Arbeitsplätze in anderen Ländern geschaffen werden und in der Schweiz durch Abwanderung verloren gehen. Im Hinblick auf die Zukunft der Jugend und im Konkurrenzkampf mit Arbeitssuchenden aus dem Ausland wäre die Annahme der Initiative besonders fatal. Die Jugend muss sich darauf verlassen können, eine Lehrstelle finden zu können, um nicht in einigen Jahren wie in Griechenland oder Spanien ohne Perspektive da zu stehen. Aus diesem Grund sagen auch die Jungparteien der FDP, CVP, SVP, BDP und GLP Nein zur Minder-Initiative. Die Jungparteien bilden gemeinsam ein Komitee und werden mit Strassenaktionen auf sich aufmerksam machen. Eine kleine Kampagne mit Flyern und Plakaten wurden erarbeitet und werden die Seite der Jungen besonders betonen. Die Jungparteien sind sich bewusst: die Abzocker-Initiative schadet dem Wirtschaftsstandort Schweiz und zerstört indirekt die Zukunft der Jugend.

Wer also seine persönlichen Berufschancen und die Perspektiven seiner Kinder nicht gefährden will, der muss heute Grösse und Weitblick beweisen und seinen Blick über Populismus und schön verpackte Forderungen richten. Wer heute Abzockerei effizient bekämpfen will, der muss am 3. März ein Nein in die Urne legen. Nehmen Sie der Jugend nicht ihre Perspektive, stimmen Sie Nein.

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