Sparen ohne Leistungsabbau. Kann man das? Ja man kann. Davon bin ich überzeugt.

Als Geschäftsführer und Inhaber eines Handelsbetriebes mit 40 Mitarbeitern habe ich gelernt, dass es auf der Kostenseite oft mehr darauf ankommt wie man etwas angeht. Die gleiche Leistung kann, je nach Vorgehen 3x teurer oder 3x billiger sein. Um möglichst viel für sein Geld zu bekommen, muss man offen, flexibel und kreativ sein, das eigene Handeln immer wieder hinterfragen und offen für konstruktive Kritik sein.

Genau das geschieht in Politik und Verwaltung zu wenig. Ein engagierter Teil sagt: "das braucht es unbedingt", ein ebenso engagierter Teil sagt: "das ist völlig überflüssig". Eine Gruppe wird gewinnen. Nicht unbedingt die die recht hat, sondern die, die besser lobbyiert hat oder ganz einfach grösser ist. Die Umsetzung obliegt dann der Exekutive, welche diese dann an die Verwaltung delegiert.

Was dabei herauskommt ist oft kompliziert, teuer und nicht zielführend. Eine Tendenz, alles zu überregulieren ist schon seit längerer Zeit feststellbar. So haben wir es doch tatsächlich fertiggebracht, die Sozialkosten pro Kopf im Kanton Solothurn in den letzten 10 Jahren zu verdoppel. Dies alleine mit der demographischen Entwicklung zu begründen ist schon fast empörend.

Fazit: Wir brauchen mehr pragmatische Unternehmer in der Politik. Noch wichtiger ist aber, dass die Politik die Verwaltung führt und nicht umgekehrt. Man könnte einmal damit anfangen, indem man für jedes neue Gesetz zwei alte abschafft. Das gleiche gilt für Vorschriften, Weisungen, Erlasse und vieles mehr mit dem uns die kantonale Verwaltung beglückt.

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