Asylanten, Drogendealer, Strafverfolgung und Gesundheitsschäden. 4 Probleme, eine Lösung.

Dass es Personen gibt, welche in die Schweiz einreisen und Asyl beantragen, um hier mit Drogen zu handeln, ist unbestritten. Jetzt kann man folgendes machen: Man kann gegen das Asylrecht sein, so wie es angewendet wird, oder man kann die Drogenproblematik lösen.

Heutzutage hacken fast alle auf der Asylpraxis herum. Dass Asylanten bei uns mit Drogen dealen, ist aber ein marktwirtschaftliches Problem.

Als ich 1980 im Zürcher AJZ als Wochenendfreak (ich war damals 16) rumhing, waren alle Drogendealer richtige Schweizer (ich schreibe das für die, die finden, es gäbe mehr als eine Kategorie Schweizer Bürger). Keine Secondos, sondern der Ueli vom Pfannenstil und der Housi vom Emmental haben dort ihr Marijuana verkauft und mit Koks und LSD gedealt. Dann kam der Platzspitz. Und dann wurden die Kontrollen immer stärker, die Strafen immer drakonischer und die Preise fielen. Und heute wird der Markt von denen kontrolliert, die dies nicht abschreckt: Kriminelle Asylbewerber, die nichts zu verlieren haben.

Überspitzt gesagt: Unsere Schweizer Deogendealer sind heute arbeitslos, weil die Globalisierung Ausländer ins Land gespült hat, die den Job innerhalb der Rahmenbedingungen besser machen.
Im Umkehrschluss heisst das aber auch: Wenn wir alle ausländischen Drogendealer von unseren Märkten fernhalten (Asylanten, Turistenvisums-Besucher etc.) steht der Drogenmarkt wieder unserer einheimischen Drogenindustrie zur Verfügung. Denn: Das erste Problem sind nicht die Händler. Sondern die Prohibition. Und genau davon lebt dieser Markt.

Ich sage nicht, dass wir mit einer Liberalisierung des Drogenmarktes das Problem der falschen Asylanten vollständig lösen. Aber wir dünnen es aus. Und wir entlasten unsere Polizei, Gerichte und Strafvollzugsinstitutionen. Und sogar das Gesundheitswesen. So weit so gut.

Natürlich müssten wir uns überlegen, wie wir den Drogenmarkt liberalisieren. Ich glaube, wenn wir 80% des Drogenkonsums in den Griff bekommen, sind die restlichen 20% für Kriminelle nicht mehr attraktiv genug.

Und das geht so: Jede in der Schweiz niedergelassene Person ab 18 Jahren hat das Recht, sich bei seinem Hausarzt ein Rezept (auf eigene Kosten und für Mengen des persönlichen Gebrauchs) ausstellen zu lassen und in der Apotheke die entsprechende Substanz zu einem kostendeckenden Betrag zu kaufen (auch auf eigene Kosten). Damit würden die Preise so weit in den Keller fallen (schätzungsweise um drei Viertel), dass sich illegaler Handel für niemanden mehr lohnt. Und die Menge nachgefragter Drogen auf dem illegalen Markt würde um 80% fallen. Damit würde dieser in sich zusammenfallen.
Nebenbei: Die Drogen wären dann auch von besserer Qualität, was die Gesundheitsschädigung massiv senkt.

Jetzt stellt sich nur noch die Frage: Wie halten wir unsere Kinder davon ab, an Drogen zu kommen? Ich meine: Wenn es keinen Schwarzmarkt mehr gibt, kommen die Kinder auch nicht mehr so leicht an Drogen ran. Und dass jemand sich registrieren lässt, um nachher die Drogen illegal für wenige Fränkli an Kinder abzugeben, halte ich auch kaum für möglich.

Wenn die Schweiz schon nicht in der EU dabei ist, sollten wir auch das beste draus machen und unsere eigenen Gesetze verabschieden. Hier wäre eine Möglichkeit, sich unabhängig von der EU echt zu verbessern.

Fazit: Ich behaupte, dass die Austrocknung des illegalen Drogenmarktes uns ökonomisch enorm viel bringt, das Asyl/Wirtschaftsflüchtlingsproblem teilweise löst und unsere eigenen Drogenabhängigen gesünder macht. Ich finde, das wäre einen Versuch wert, solange man Kontrolle statt Prohibition wählt.

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