Einige unverbindliche Gedanken - zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen!

Zuwanderungsbeschränkung

Die Umweltvereinigung Ecopop erklärt ausdrücklich: Wir Westler müssen unseren Lebensstandard anpassen, wenn wir wünschen, dass der Globus überleben kann und die natürlichen Lebensgrundlagen den Menschen auch in Zukunft zur Verfügung stehen sollen. Einige Gedanken zum Thema:

• Innerhalb begrenzter Lebensräume generieren und produzieren bereits seit Jahrzehnten immer mehr Menschen immer mehr Bedürfnisse. Tag für Tag. Es werden für die Deckung des täglichen Bedarfs laufend neue, zum Teil komplexe Einrichtungen und Produkte kreiert. Neue Märkte werden erschlossen.

• Sämtliche Bedürfnisse bezüglich Herstellung, Verbrauch, Umlauf und Verteilung verlangen danach, erfolgreich abgedeckt zu werden. Immer schneller, billiger, effizienter, rund um die Uhr fordern wir Menschen eine Anpassung wirtschaftlicher, privater und öffentlicher Einrichtungen, die der Deckung des täglichen Bedarfs und der menschlichen Bedürfnisse gerecht werden sollen.

• Seit einigen Jahrzehnten müssen auf Kosten der Gesamtbevölkerung neben der planvollen Deckung des menschlichen Bedarfs auch andere Bedürfnisse - nämlich, jene von Umwelt und Klima - durch die Wirtschaft abgedeckt und von den Konsumenten finanziert werden. Wir verdichten.

• Die Natur d.h. Mensch, Tier, Umwelt, Klima fordern - ebenfalls verdichtet - ihr Recht. Um den Bedarf der Weltbevölkerung in naher oder ferner Zukunft ausreichend abdecken und gleichzeitig die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten zu können, wird seit Jahrzehnten intensiv geforscht. Auswirkungen und Folgen unseres Handelns belasten Mensch, Tier und Umwelt. Weltweit.

• Ecopop fordert eine Bevölkerungsstabilisierung und diese wiederum erfordert ein Umdenken und „neues Wachstum.“ Im Initiativtext werden Wirtschaftsstrukturen nicht explizit kritisiert. Die Initiative wird von der Wirtschaft kritisiert.

• Ecopop fordert eine Zuwanderungsbeschränkung bzw. eine Bevölkerungsstabilisierung. Sie fordert ein Umdenken. Ein Stoppen und Innehalten. Ein Annähern und eine Anpassung – zugunsten der Sicherung aller natürlichen Lebensgrundlagen. Lokal. Regional. Landesweit. Global. Vertikal. Horizontal. International.

• Probleme des wirtschaftlichen Wachstums werden auf Fragen der Zuwanderung und des Bevölkerungswachstums zurückgeführt. Dieses Verhalten der Wirtschaftsführer und Regenten ist beunruhigend!

• Ecopop fordert eine Einwanderungsbeschränkung auf dem nationalen Territorium, d.h. eine andere Steuerung der Bevölkerungsentwicklung, als bis anhin. Und sie fordert, dass sich der Lebensstandard des Westens demjenigen des Südens annähert, damit der Globus - d.h. wir und unsere Nachkommen - überhaupt eine Überlebenschance hat.

Eine Lösung der komplexen Problematik erfordert eine umfassende Aufklärung, klare Zielvorgaben und individuelle Anpassungen. Weltweit.


Entwicklungsfragen

• Die Ursache beginnt, wo sie beginnt: Um ein menschenwürdiges Leben führen und selbständig sein Brot verdienen zu können, benötigt der Mensch ein Dach über dem Kopf, ausreichend Nahrung, sauberes Wasser und ein bestimmtes Mass an Bildung und Gesundheit. Werden Menschen in einem Umfeld gezeugt, in dem bereits grober Mangel herrscht, sind diese Voraussetzungen nicht gegeben und Hunger und ein Leben in sogenannter Armut nicht fern.

• Wer bereits zu Hause umsichtig plant und jene Ressourcen, die im eigenen Land zur Verfügung stehen, gerecht verteilt, wer seine eigenen Leistungen und die seiner Mitmenschen wertschätzt, erbrachte Leistungen als gleichwertig erkennt, anerkennt und fair bezahlt und fremdes, noch unbekanntes Gedankengut achtsam zur Kenntnis nimmt und respektiert, der schont unter dem Strich Klima und Menschen, sich selber und die Umwelt.

• Wo Mangel herrscht und Land, Wasser und sonstige Ressourcen unter Völkern und Sippen gerecht verteilt und für die Nachkommenschaft erhalten werden wollen und wo die natürlichen Lebensgrundlagen in Gefahr sind, werden, wenn sich keine friedlichen Lösungen erarbeiten lassen - irgendwann, irgendwo - Kriege geführt. Fakt ist:

Da und dort werden Rohstoffe transformiert, Nahrung exportiert, virtuelles Wasser importiert. Es wird gehandelt und gefeilscht. Regenten bestimmen. Es werden Gesetze missachtet. Menschenrechte mit Füssen getreten. Es werden dort, wo sich Erdplatten aneinander reiben, hohe Bauwerke erstellt, strahlende Ruinen umhüllt, unbekannte und bekannte Risiken in Kauf genommen, Grenzwerte überschritten und giftige Stoffe in die Umwelt entlassen. Immer wieder stellen wir fest: Die Verteilung der Finanzen, der Nahrung, der Einrichtungen, der vorhandenen Güter erhitzt die Gemüter. Global und regional.

Und unaufhörlich wachsen wir. Die Erde bebt und erwärmt sich. Wir fordern Wachstum und Familienplanung und ein Ende des Artensterbens. Wir fordern Aufklärung. Verdichtung. Bildung. Energiewende. Fortschritt. Wohlstand für alle – und Stopps!

• Würden inskünftig tatsächlich 10% jener Gelder, die für die Entwicklungshilfe gesprochen werden, in die Familienplanung fliessen, stünden weiterhin 90% für Bildung und bisherige Hilfsprogramme zur freien Verfügung. Dies wird im Initiativtext … explizit… nicht erwähnt.

• Mangelnde und mangelhafte Raumplanung tragen dazu bei, dass die Ursachen vieler Probleme nicht erkannt werden und viele Konflikte ins Uferlose schwappen – bis hin zu globalen Katastrophen. Die Höhe der Belastungen und Gefahren für die natürlichen Lebensgrundlagen setzen sich wie folgt zusammen:

Anzahl Menschen x Lebensstandard x zur Verfügung stehende Technologien

• Ecopop erklärt, dass sich der Lebensstandard des Westens demjenigen des Südens werde annähern müssen, wenn unser Ziel darin besteht, dass der Globus bzw. die sogenannte Umwelt bzw. die natürlichen Lebensgrundlagen inskünftig allen Menschen weltweit - nicht nur einer kleinen Minderheit - in gesunder Qualität ausreichend zur Verfügung stehen werden.

• Zu viele Eingriffe innerhalb kurzer Zeit verändern nachweislich Land, Klima, Umwelt- und Lebensbedingungen rasant und tiefgreifend. Die Folgen sind uns oft nicht bekannt. Kleine Restrisiken werden nichtsdestotrotz regelmässig in Kauf genommen.

Die Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen für Mensch, Tier und Umwelt ist komplex. Sie fordert von jedem einzelnen Menschen ein Umdenken und achtsame, individuelle Lösungen.

Inspiriert zu diesem Beitrag hat mich das Interview

„Beschränkung der Zuwanderung zu Gunsten der Umwelt?“

Ein herzliches Dankeschön für Ihre Aufmerksamkeit.

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