Wie passen wir unsere Schulen an die Herausforderungen unserer "Leistungsgesellschaft"?

Unsere Gesellschaft ist immer mehr auf Leistung ausgerichtet. Es ist wohl jedem klar, dass die, die eine bessere oder schwierigere Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben, viel gefragter sind als schlecht Ausgebildete und dadurch bessere Löhne, Arbeitsbedingungen und sicherere Arbeitsplätze erhalten. Als engagierter Nachhilfelehrer fällt mir eine für die Chancengleichheit ungesunde Entwicklung auf: 63% der Eltern haben mindestens ein Kind einmal in die Nachhilfe geschickt, jeder dritte Schüler der Oberstufe nimmt Nachhilfe. Auch sehr gute Schüler machen dies um gegen die Konkurrenz zu bestehen. Für den Einzelnen ist dies recht teuer und nicht alle können sich diese Bildung leisten.

Für die Schweiz als rohstoffarmes Land ist Bildung lebenswichtig. Unsere Wirtschaft hat schnell entdeckt wie sie wachsen kann: Durch hochqualifiziertes Personal und Forschung kann sie immer wieder neue Produkte und Dienstleistungen in einer Spitzenqualität anbieten. Was wir in Bildung investieren kommt in vielfachem Wert wieder zurück, dies ist erwiesen. Durch Investitionen in Bildung investieren wir nicht nur in unsere Wirtschaft, sondern auch in unsere Jungen sowie in ihre und dadurch auch unsere Zukunft.

Aber wie sollen wir am besten in Bildung investieren? Was macht Sinn und was nicht?

Wir sollen nicht immer nur den Lehrplan ausfüllen, sondern auch auf die Probleme der Auszubildenden achten - und etwas unternehmen! Es darf nicht sein, dass eine Ausbildung ohne langfristige und teure Nachhilfe für viele nicht möglich ist. Wir müssen nicht nur auf die Quantität des Lehrstoffs sondern auch auf dir Qualität der Vermittlung des Lehrstoffs achten.

Politik soll nicht nur Probleme suchen und thematisieren, sondern auch Lösungen aufzeigen. Wie lösen wir dieses Problem? Sollen Hausaufgaben abgeschafft werden um die Chancengleichheit zu wahren?

Nein, leider ist dies nicht so einfach! Damit sollten wir ja auch das vorbereiten (zuhause) auf Prüfungen verbieten. Viel sinnvoller wäre wenn Nachhilfe oder Stützkurse direkt von der Schule kostenlos oder zumindest zu einem fairen Preis angeboten würden. So kann nicht nur die Chancengleichheit verbessert werden, sondern man stützt das ganze Bildungssystem. Die Folge wäre, dass wir Leistungsfähigere Schüler und damit noch bessere Arbeitskräfte hätten. Schon Studenten wären als Nachhilfelehrer für Schulen geeignet, da diese nicht so teuer sind wie Nachhilfeinstitute, die das Vielfache verlangen und meist selber Studenten anstellen.

Wer Bildung möchte, soll sie auch bekommen. Für unsere Wirtschaft, für unsere Zukunft und - vor allem - für unsere Jungen!


Am 3. März Junge SP Olten in den Kantonsrat

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