Stoppt den Regulierungswahn: NEIN zum Bundesbeschluss zur Familienpolitik

Kann man den Bundesbeschluss über die Familienpolitik ablehnen, ohne als familienfeindlich gebrandmarkt zu werden? Der Weg des geringsten Widerstandes wäre es, der Vorlage zuzustimmen und sich dadurch zu Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu bekennen. So einfach mache ich es mir nicht, schliesslich möchte ich nicht schamlos Kapital schlagen.

Mit dem Bundesbeschluss sollen die Kantone vom Bund verpflichtet werden, die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit zu fördern. Wieso muss sich der Bund in ein funktionierendes System und dadurch in die Autonomie der Kantone und Gemeinden einmischen? In den letzten Jahren wurde die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ohne Bundesbeschluss gefördert. So wurden beispielsweise in vielen Gemeinden Mittagstische, Krippen und Tagesstrukturen eingeführt. Dies ist auf Anstrengungen der Gemeinden oder auf die Initiativen von Bürgerinnen und Bürgern zurückzuführen. In einer funktionierenden Demokratie kann nämlich direkt Einfluss genommen werden. Bürgerinnen und Bürger brachten ihre Anliegen an Gemeindeversammlungen ein, also da wo das Problem auch gelöst werden kann. In der jetzigen Vorlage ist stossend, dass der Bund Vorschriften erlassen will, bezahlen sollen aber andere: die Kantone und Gemeinden! Ich finde wer zahlt, soll auch befehlen und nicht umgekehrt.

Setzen auch Sie weiterhin auf die Lösung des Problems auf Gemeindeebene und lehnen Sie die Vorlage ab. Diesen Bundesbeschluss braucht es nicht, er trägt unnötig zum Regulierungswahn bei.

59 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.