Erst unter Druck der Abzockerinitiative hat sich die Bundespolitik bewegt, wobei die Geschwindigkeit eher gemächlich denn rasant war.

Was wäre politisch rund um die exzessiven Lohn und Bonuszahlungen passiert, hätte es nie eine Abzockerinitiative gegeben? Natürlich eine rein hypothetische Frage, doch wer die politische Untätigkeit vor der Initiative zu diesen unanständigen Entwicklungen als Basis nimmt, der wird zu einem eindeutigen Schluss kommen. Erst unter Druck der Abzockerinitiative hat sich die Bundespolitik bewegt, wobei die Geschwindigkeit eher gemächlich denn rasant war. Nun werben die Befürworter des Gegenvorschlages zur Initiative ausgerechnet mit der schnelleren Umsetzbarkeit. Einerseits ist dieses Scheinargument schon wiederlegt worden und andererseits ist diese Aussage von Parlamentariern, welche dafür mitverantwortlich sind, dass die Initiative erst jetzt zur Abstimmung gelangt, schon bemerkenswert. Andere Argumente gegen die Initiative gleichen anderen Abstimmungen für mehr Regulierung in wirtschaftlichen Belangen. Bürokratie, Einschränkung, Zusatzkosten und natürlich darf die Gefährdung der Wettbewerbsfähigkeit und der Verlust von Arbeitsplätzen im Repertoire auch nicht fehlen. Wie heißt es so schön, die Suppe wird nie so heiß gegessen, wie sie gekocht wird. Die Abzockerinitiative mag in einigen Bereichen weiter gehen als der Standard im Ausland, doch wie das Gegenteil aussieht, erlebt unser Land derzeit mit dem Bankgeheimnis. Die Schweiz darf ruhig auch mal so was wie die Vorreiterrolle übernehmen.

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