Nein zur Abzockerinitiative!

Der Sonntagsblick hat am Wochenende dass Resultat einer Umfrage publiziert, welche einen deutlichen Vorsprung für die Abzocker-Initiative oder Minder-Initiative zeigt. Eigentlich sollte ich mich ja darüber freuen, weil auch mich darüber ärgere, wie sich in den verfilzten Teppichetagen die Chefs gegenseitig immer höhere Saläre zuschanzen. Das Ganze wäre etwas erträglicher, wenn diese Einkommen auch entsprechend besteuert würden, aber gerade für die sehr hohen Einkommen wurden die Steuersätze in den letzten Jahren laufend gesenkt und sollen noch weiter gesenkt werden, wie es erst kürzlich FDP-Nationalrat im Zusammenhang mit der Pauschalbesteuerung gefordert hat.

Trotz meinem Ärger werde ich die Abzocker-Initiative am 3. März aber entgegen der Parole meiner Partei ablehnen. Ganz einfach deshalb, weil ich nicht aus einem Bauchgefühl heraus entscheiden will und obwohl ich die Auswirkungen einer Annahme schlicht nicht genügend selber beurteilen kann. In solchen Fällen muss auch ich mich an der Meinung versierterer Leute und Organisationen orientieren, von denen ich annehmen darf, dass sie sich für diesselben Werte und Ziele einsetzen wie ich. In diesem Fall sind dies die Gewerkschaften, welche zwar offiziell Stimmfreigabe beschlossen haben, deren Exponenten wie z.B. Daniel Lampart aber grosse Zweifel betreffend den Folgen der Abzocker-Inititative haben. Einleuchtend finde ich auch die Argumentation von Rudolf Strahm in seinem Artikel “Im Dilemma zwischen Abzocker oder Heuschrecken“. Wichtiger noch als der Kampf gegen überhöhte Saläre ist der Kampf für die Erhaltung der Arbeitsplätze. Die Antwort auf die obszönen Saläre ist deshalb nicht die Abzocker-Initiative, welche den “Heuschrecken” hilft, sondern die 1:12-Initiative der Juso.

Fazit: ich werde Nein zur Abzocker-Inititave stimmen.

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