Stichproben auf Folter in deutschen Alten- und Pflegeheimen

Schier unglaublich was am Freitag in deutschen Zeitungen veröffentlicht wurde. Die Justizministerkonferenz der Länder will regelmässige Kontrollen über die menschenunwürdige Behandlung in staatlichen Heimen. Misshandlungen, Schläge, Demütigungen, Ruhigstellung einer Viertelmillion Demenzkranker über Psychopharmaka und 36000 Menschen die durch Unterversorgung an Hunger und Durst leiden oder sterben. ( Welt Ausgabe 11.11.2013 ) Pflegenotstand durch fehlende Mittel heisst zynischerweise die Begründung für die Misstände in einem Land welches so gerne mit hoch erhobenem Moralfinger auf andere zeigt. Zehntausende Pflegekräfte fehlen weil diese harte anspruchsvolle Tätigkeit mit einem miserablen Gehalt abgegolten wird. Die Würde des Menschen ist unantastbar steht im Grundgesetz und vor diesem Hintergrund ist der Leistungsausweis des dritt teuersten Gesundheitswesens der Welt eine Blamage. Nirgendwo in der westlichen Welt ist der Verschnitt zwischen Input und Output höher.

Was können wir in der Schweiz lernen:

Das staatliche Einheitskassensystem in welchem etwa 70 Millionen Deutsche zwangsweise versichert sind, ist untauglich! Wir haben es zum Glück verworfen.

Die Schere zwischen Verdienst in einem solch harten Beruf oder der Alternative der staatlichen Vollalimentierung durch Hartz4 ist so klein, so dass kein Anreiz besteht Arbeit aufzunehmen. Arbeit muss sich lohnen! Der Zugriff eines Staates auf bis zu 50% des Nettoeinkommens ist der klassische Fehlanreiz schlechthin.

Die Tatsache das eine Rekordsumme an Steuereinnahmen und die höchste soziale Umverteilungsquote eines Industrielands keine Basis für eine menschenwürdige Altersabsicherung bietet, ist bittere deutsche Realität. Nach dem Giesskannenprinzip werden Steuermittel von freigiebigen Politikern auf den Sandboden der europäischen und internationalen Misswirtschaft verschüttet. Und für die eigenen bedürftigen Menschen im Land bleibt nicht genug übrig. Das Schicksal und unsere Vernunft bewahre uns in der Schweiz vor deutschen Zuständen!

Mittelverwendung und Ausgaben durch die Politik müssen strikten Kontrollen unterliegen.

Der einstige Exportweltmeister sollte sich auf den Export hochwertiger Güter beschränken. Seine gesellschaftlichen und fiskalischen Ansätze sind wahrhaft kein Verkaufsschlager.

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