Homo-Ehe, Volladoptionsrecht und Zugang zur Fortpflanzungsmedizin für gleichgeschlechtliche Paare? Natürlich!

Ende des vergangen Jahres ist in der Schweiz das Thema der Gleichstellung von Schwulen und Lesben wieder aufgekommen. Warum die uneingeschränkte Gleichstellung mit Heterosexuellen so bald wie möglich erfolgen sollte, erfahren sie hier.

Warum sollen homosexuelle Paare Kinder adoptieren dürfen?
Bei der Beantwortung dieser Frage hat eindeutig das Kindswohl im Vordergrund zu stehen. Kinder, welche von zwei Vätern oder zwei Müttern grossgezogen wurden, mangelt es deswegen an nichts, weder in der Kindheit noch später im Leben. Wie unzählige Beispiele beweisen, ehrhalten solche Kinder nicht weniger elterliche Liebe als jene mit heterosexuellen Eltern. Sie wachsen vollkommen normal auf und ihre eigene Sexualität entwickelt sich nicht anders, als die aller anderen Kinder.
Ein Gegenargument ist, dass Kinder mit gleichgeschlechtlichen Eltern in der Schule gemobbt würden. Nun, dazu kann ich ihnen allen aus Erfahrung versichern: nahezu jedes Kind wird in einem gewissen Alter mit den schlimmsten nur denkbaren Beschimpfungen, welche sich oft auf Sexuelles beziehen, überhäuft. Diese Situation herrscht an so gut wie allen Schulen im Land. Das ist ein anderes Problem, welches man gesammthaft angehen muss. In Fällen, bei denen Kinder von Regenbogenfamilien ihren Eltern wegen beschimpft werden, liegt die Ursache des Problems aber nicht bei den Regenbogeneltern, sondern ausschliesslich bei den homophoben Umfeldern jener Kinder welche aktiv mobben!

Warum den Zugang zur Fortpflanzungsmedizin ermöglichen?
Nur weil ein Mensch einen anderen Menschen gleichen Geschlechts liebt, heisst das nicht dass dieser ein weniger starkes Bedürfnis nach leiblichen Kindern hat, als Heterosexuelle. Das haben Befragungen von homosexuellen Paaren schon oft genug bewiesen. Es gibt keinen rationalen Grund, für Schwule und Lesben in dieser Sache andere Gesetze zu erlassen als für alle anderen. Paare, welche aus biologischen Gründen nicht in der Lage sind miteinander Kinder zu zeugen, sollen von den Errungenschaften der Medizin profitieren können!

Und darum die Ehe für Schwule und Lesben öffnen!
Warum es einen Unterschied zwischen eingetragener Partnerschaft und Ehe geben müsse, kann heute niemand logisch erklären. Ein Argument das oft gebraucht wird ist: das momentane Partnerschaftsgesetz wurde 2005 vom Volk angenommen und müsse nun auch so umgesetzt werden. Damals wurde die Einführung der eingetragenen Partnerschaft von vielen Homosexuellen freudestrahlend begrüsst: man war allgemein froh darüber, nun seine Partnerschaft wenigstens "eintragen lassen" zu können. Aber die Gesellschaft ist im Wandel und die Akzeptanz gegenüber Schwulen und Lesben hat in den letzten acht Jahren stark zugenommen. Darum sollten wir die Gesetze von damals überdenken und reformieren. Schliesslich müssen Gesetze stets an die Bedürfnisse der Bürger angepasst werden, und nicht umgekehrt!

Auf Grund all dieser Tatsachen ist die nicht zu rechtfertigende gesetzliche Diskriminierung von Homosexuellen und Regenbogenfamilien möglichst bald und ein für alle Mal zu beenden!

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