Die Anzahl Pelzträger zeigt den Grad der Dekadenz in einer Gesellschaft

Wer jemals in einer der bekannten Luxus-Ferienregionen der Schweiz im Winter war, weiss die Anzahl der Pelzträger ist immer noch immens hoch. Das gibt einen grossen Einblick in unsere Gesellschaft und wie verdorben sie inzwischen ist. Ich war gerade in einem solchen Ort, einfach nicht in der Schweiz sondern in unserem schönen Nachbarland Österreich, es hat mich regelrecht schockiert, wie viele Menschen einen Pelz tragen. Da wünscht man sich als Tierfreund manchmal schon eine schöne rote Farbbombe.

Pelz war von der Steinzeit bis ins Mittelalter ein wichtiges Gut, damit die Leute in der Nacht nicht erfrieren, damals hatte ein Pelz auch durchaus seine Legitimation einer Gesellschaft, da es natürlich sicher warm gibt. Doch heute hat das tragen von Pelz keinerlei Legimitation mehr. Es ist nur noch ein Statussymbol und ein Zeichen der Verdorbenheit. Für den Luxus einzelner müssen Tiere sterben, ohne jeglichen Grund, es geht hier nicht um Lebensmittelbeschaffung, es geht um den Mord an Tieren, damit sich einige Menschen, die ein solches Statussymbol brauchen, in einen warmen Nerzmantel flüchten können.

Bis heute hat es die internationale Staatengemeinschaft kläglich verpasst, wirksame Massnahmen gegen Pelzhandel zu ergreifen, sicher auch aus dem Grund das einige mächtige Staate immer noch am Export von Pelz gut verdienen. Wir haben Massnahmen gegen die Wilderei an Nashörnern, Tigern und Elefanten getroffen, doch für Pelztiere gibt es keinen Schutz, ganz im Gegenteil sie sind immer noch zur Jagd freigegeben. Und was haben wir davon? Ehemalige Tiere in der Schweiz über Jahrtausende ansässig waren, sind so gut wie ausgerottet: der Bär, der Luchs und der Wolf, andere werden bald folgen.

Doch nicht nur in der Schweiz hat das schlechte Folgen und auch nicht nur ein Pelz ist das Problem, sondern auch zum Beispiel Schlangenhäute aus fernen Ländern oder Elfenbein aus Afrika. Für Elfenbein ist der Handel theoretisch verboten, doch es gibt immer noch geringe Einfuhr in die Schweiz oder andere europäische Länder. Schlangenhäute erfreuen sich immer noch grosser Beliebtheit. Aus Liebe zu den Tieren müssen wir schnelle, wirksame Massnahmen ergreifen um jeglichen Handel mit Pelzen, Häuten oder sonstigen tierischen Stoffen, die keinerlei Legimitation mehr haben und nur der Dekadenz der elitären Gesellschaft frönen. Doch sobald es um die geliebten Haustiere geht, scheut man keine Kosten um dieses Tier zu verwöhnen, doch dann kauft man sich einen schön teuren Pelzmantel für den zwei Füchse sterben mussten. Was für eine verlogene Gesellschaft.

Wann lernt die Gesellschaft endlich davon, dass Morden für den eigenen Luxus und der Konsumsucht, ein unglaubliches Mass an Dekadenz. Wir brauchen eine Handelsverbot für alle Tierprodukte die nur ein Luxusgut sind.

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