Die Strafbestimmungen der Minder-Initiative sind unverhältnismässig!

Die Volksinitiative « gegen die Abzockerei » stellt insgesamt 24 Forderungen auf. Zuwiderhandlungen gegen jede einzelne dieser Bestimmungen sollen mit harten Strafen geahndet werden. Den fehlbaren Führungskräften drohen eine Busse in Höhe von bis zu sechs Jahresgehältern oder bis zu drei Jahren Gefängnis – auch wenn ihr Vergehen nur darin bestanden hat, keine elektronische Fernabstimmung an der Generalversammlung durchgeführt zu haben. Dieses harte Regime halte ich für übertrieben und unnötig, denn bereits heute stehen zahlreiche Wirtschaftsdelikte unter Strafe.

Das Problem ist, dass solche unverhältnismässigen Strafen nicht nur die potenziellen Wirtschaftsverbrecher abschrecken; sie werden auch die ehrlichen Topmanager davon abhalten, überhaupt eine Stelle in der Schweiz anzunehmen. Denn wer ist noch bereit, Verantwortung zu übernehmen, wenn er mit einem Fuss im Gefängnis steht? Das würde dem Standort Schweiz massiv schaden. Wir sind auf Spitzenkräfte angewiesen, sie sind eine unerlässliche Ressource für unser Land. Für mich ist schon jetzt klar: am 3. März 2013 kommt ein Nein auf meinen Stimmzettel.

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