Ein Lob auf Andersdenkende

Es ist kein Geheimnis, dass die SVP bei den Medien sehr schlecht weg kommt. Es gehört fast zum guten Ton öffentlich über sie herzuziehen. Kritik ist gut und fördert eine Diskussion. Wenn aber prinzipiell eine Seite nieder geschrieben wird und alles prinzipiell abgelehnt wird, gehen wichtige Aspekte einer Diskussion verloren. Dies stellte ich bei den folgenden Ereignissen fest: iesen Monat muss das Generalsekretariat der SVP umziehen. Der Grund liegt darin, dass es dutzende Sachbeschädigungen und Angriffe hinnehmen mussten. Interessanterweise haben die Medien nichts darüber berichtet. Kaum auszumalen, welch „Wehret den Anfängen“-Artikel-Welle eine Sachbeschädigung eines Sekretariats einer anderen Partei ausgelöst hätte. Um maximale Aufmerksamkeit zu erlangen muss schon einem Mitglied dieser Partei fristlos gekündigt werden.

Weiter wurde bei der Zürcher Pensionskasse BVK ein jahrelanger Skandal aufgedeckt. Es zeigte sich, dass sich ein Kassenverwalter über viele Jahre unrechtmässig bereicherte. Der Schaden kostete die Steuerzahler schlussendlich hunderte Millionen. Dazu hielt die unabhängige Kommission unmissverständlich fest, dass SVP Ratsmitglieder schon Jahre vorher die richtigen Fragen gestellt hätten, aber wohl aus politischen Gründen kein Gehör fanden. Interessant ist auch, dass sich keiner der „kritischen“ Journalisten darauf gestürzt hatte.

Zentrale Vorteile der Schweiz sind die direkte Demokratie und die Einbindung verschiedener Kräfte auf höchster Ebene. Es ist sehr wichtig, andere Meinungen einzubinden. Auch in der Wirtschaft ist der Grund für massive Verluste allzuoft, dass kritische Stimmen nicht zugelassen werden. Wenn man erfolgreich sein will, muss man darauf bedacht sein, verschiedene Perspektiven und dadurch auch andere Meinungen einfliessen zu lassen. Ein chinesisches Sprichwort über Erfolg sagt dazu: „Halte deine Freunde nahe bei dir, aber deine Feinde noch näher!“

Darum plädiere ich für Toleranz und Akzeptanz anderer Meinungen und dadurch auch für breiter abgestützte Lösungen. Falls dies aber in der Politik nicht der Fall ist, gibt es zum Glück noch den Bürger, der mit seinem Stimmverhalten seiner Meinung Gehör verschaffen kann.

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