Willkommen im Geldsozialismus! Inflation, die permanente Blutvergiftung.

Wir steuern auf schwierige Zeiten hin. Zeiten immer stärkerer Interventionen der Politik, Zeiten in denen das Volk von den Mainstream-Medien einmal mehr bewusst dumm gehalten wird. Es ist die Zeit der Zinsmanipulation durch die Zentralbanken, der repressiven Schuldensozialisierung, verfassungswidriger Notenbankpolitik und der zunehmenden Regulierung der Finanzmärkte. Eine Rückbesinnung auf ordnungspolitische Grundgedanken wäre immens wichtig. Roland Baader, einer der grossen Freiheitsdenker unserer Zeit erkannte dies schon früh und warnte stets davor, dass Inflation kein Resultat des Marktes, sondern stets eine bewusste politische Strategie ist. Die Strategie der subtilen Enteignung durch die Notenpresse, die Strategie der Schuldentilgung des Staates auf Kosten des Privateigentums der Bürger. Diese Repression ist ein Grundpfeiler sozialistischer und etatistischer Politik, die von der grosse Menge der Bevölkerung nicht bemerkt wird. Mit aktuellen Inflationsraten von rund 2.5 % wird ein jeder Bürger jährlich um diese Rate enteignet. Bargeldhaltung lohnt sich aufgrund der hohen Opportunitätskosten nicht mehr, ein knappes Prozent Kontokorrentzins steht den eineinhalbfachen Kosten der Geldhaltung gegenüber. Die Anreize zu sparen sinken und es kommt was kommen muss: Der Bürger gibt sein Geld aus, konsumiert und verschuldet sich, der Weg in die Knechtschaft nimmt seinen Lauf.

Ein Grossteil der europäischen Staaten ist de facto bankrott. Dank marktfeindlichen Stützungen wie ESM oder den Aufkauf von Staatsanleihen durch die Notenpresse der EZB werden die Zinsen künstlich tief gehalten und die Geldmenge ausgeweitet. So werden Staatsbankrotte zeitlich aufgeschoben, verhindert werden sie damit nicht. Die keynesianischen Inflationsjunkies der Neuzeit werden dies, nicht zuletzt aufgrund ihrer fast schon infantilen Deflationsphobie nie zugeben können und so wird eine Bundeskanzlerin Merkel lieber alle Privatvermögen weginflationieren, bevor sie einen Staatsbankrott endlich zulässt. Eurokraten sehen die Lösungen aus der Krise mit Sparen, Inflation und Wirtschaftswachstum. Sparen bei den Staatsausgaben ist aus liberaler Sicht begrüssenswert, gerne bei gleichzeitigem Senken der Steuerbelastung. Dass es keiner der betroffenen Staaten bisher schaffte die Ausgaben zu senken, ist selbstsprechend. Die Strategie der Inflation ist clever und funktioniert bisher bewiesenermassen bestens, Wirtschaftswachstum in der aktuellen Krise hingegen ist genauso Träumerei der Keynes-Lehre wie die Theorie des BIP-Wachstums nach Naturkatastrophen oder Kriegen (ein allfälliges Anzetteln eines Nord-Süd-Krieges in Europa wäre dann damit auch bereits begründet).

Diese von den EU-Experten vorgeschlagenen Lösungen der Krise sind in Wahrheit nichts anderes als Nebenstrategien der festgesetzten Grundstrategie der Zinskontrolle durch die Notenbanken. Damit nicht genug. Das Blut der Marktwirtschaft wird des Weiteren durch Kapitalverkehrskontrollen vergiftet. Was wir z.B. in Italien sehen werden ist ein weiterer Schritt hin zum gläsernen Bürger. So dürfen per Anfang nächsten Jahres keine Beträge über 50 Euro mehr bar bezahlt werden. Die Kostenkontrolle der gemeinen Bürger ist damit durchbrochen, sie werden mittels bargeldlosem Einkaufen zur Verschuldung angestiftet und damit manipulierbar durch die Zinskontrolle der Notenbanken. Weitere Nebenstrategien, die sich gegen die fällige Marktkorrektur anmassen, sind Zwangsinvestments in Staatsanleihen. So werden in England bereits seit 2009 die Banken, Pensionsfonds und Vermögensverwalter staatlich dazu gezwungen, mehr Staatsanleihen zu besitzen, eine künstliche Erhöhung der Nachfrage und zusätzlicher Garant der Zinskontrolle der Notenbanken. In Japan werden falsche Anreize damit erzielt, dass Banken kein Eigenkapital hinterlegen müssen beim Kauf von Japanischen Staatsanleihen und in Italien wurde die Kapitalertragssteuer erhöht, davon ausgenommen – der kritische Leser ahnt es – sind die Gewinne von Staatsanleihen. Weitere Instrumente der repressiven Staatsmacht sind Zwangsschulden in Form von Zwangshypotheken und neue Steuern auf Vermögen. Neue Steuern sind nicht weiter verwunderlich, folgender Tatbestand gibt jedoch sehr zu denken: Schäuble holte sich mit dem ehemaligen Boston Consulting Group (BCG)-Partner Levin Holle einen „Top-Fachmann“ als Verantwortlichen für die Finanzmarktregulation, jener Mann, der mit der von Schäuble in Auftrag gegebenen BCG-Studie „Back to Mesopotamia“ auf sich aufmerksam machte. Darin wurde berechnet, welcher Anteil der privaten Vermögen konfisziert (enteignet) werden müsste, um die Staatsschulden zu decken. Am Beispiel Spaniens wären diese 56 % aller privaten Vermögen! Man erkennt mit Schrecken, wie weit die Überlegungen der sozialistischen Führer der EU bereits gehen. Ebenfalls als klare Strategie der Repressionisten kann die gezielte Schlechtmachung der Finanzindustrie und im Speziellen der Spekulanten erkannt werden (JUSO lässt grüssen), aber auch geschönte Inflations- und Staatsverschuldungszahlen zählen dazu. Weitere bekannte komplementäre Strategien zur Zinskontrolle der Notenbanken sind die Pläne der zentralistischen Bankenaufsicht und Bankenverstaatlichungen, durchaus denkbar sind zudem auch Kontrollen der Kreditvergabepolitik, wie dies im kommunistischen Vorbild China bereits der Fall ist. Wohl nicht zuletzt wird es dann auch Versuche geben, den Goldbesitz, als populärste Form des Kapitalschutzes vor der grassierenden Inflation, zu verbieten. Dies wäre nichts Neues, war Goldbesitz in Deutschland zur Nazizeit auch bereits mal verboten und in den USA sogar bis 1974, in China sprach die kommunistische Einheitspartei dereinst auch die Todesstrafe für privaten Besitz von Gold aus.

Einige dieser Strategien erkennen wir schon heute, die Fantasie für weitere sozialistische Eingriffe in das Privateigentum des Bürgers scheint unbegrenzt. Unter dem Mantel der Krise des Kapitalismus, werden wir weitere Gemütsanlagen des Staatsinterventionismus sehen, alles um den Euro um jeden Preis zu verteidigen. Aus Sicht des Marktes wären die Staatsbankrotte dringend nötig, oder wie Felix Somary treffend sagte: „Der Staatsbankrott ist ein einmaliger chirurgischer Eingriff, die Inflation ist permanente Blutvergiftung.“ Und solange das politische Instrument der Zinskontrolle durch die Notenbanken funktioniert und der Widerstand gegen das Geldmonopol beim Staat nicht zunimmt, kann heiter mit der Blutvergiftung des Marktes weitergemacht werden und die Staatsschulden geldsozialistisch weginflationiert werden.

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