Das Mobilitätspferd wird einmal mehr am Schwanz aufgezäumt

Strasse gegen Schiene, Auto gegen Bus und immer wieder die Forderungen an die andere Seite. Für die Befürworter des motorisierten Individualverkehrs ist der öffentliche Verkehr zu teuer und zu hoch subventioniert, währenddessen die Anhänger des öffentlichen Verkehrs den Strassenverkehr als Umweltverschmutzter und Klimaschädiger brandmarken. Gegenseitige Zahlenspiele inklusive, doch wirklich transparente und vollständige Kostenrechnung sowohl der Schiene wie auch der Strasse sind bis heute nicht vorhanden. Um eine vernünftige Analyse vornehmen zu können, ist diese Kostentransparenz jedoch unerlässlich. Dann stellt sich die Frage, ob es sinnvoll ist, Mobilität zu subventionieren? Mir scheint dies wenig sinnvoll, also ist ein Verursacherprinzip in Zukunft unbedingt zu forcieren. Dies dürfte dazu führen, dass der gesamte Verkehr auf Strasse, Schiene, Wasser und in der Luft teurer werden wird. Mit flexiblen Arbeitsmodellen – örtlich wie zeitlich – muss die Wirtschaft Hand bieten, um die Verkehrsmittel zu entlasten. Weiter müssen in der Raumplanung verdichtetes Bauen und die Forcierung von günstigem Wohnraum in den Zentren gefördert werden. Damit sollte die höheren Kosten für Mobilität einigermassen sozialverträglich abgefedert und die Menschen vom zeitaufwendigen Pendeln entlastet werden.

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