Ein Raumplanungsgesetz, das auf verdichtetes Bauen setzt und mehr genossenschaftliches und staatliches Bauen in Städten, das brauchen wir!

Sind wir mal ehrlich, die Schweiz ist nicht das aller grösste Land der Welt, auch wenn manche nationalfixierte Spinner, das gerne so hätten. Wir sind klein, sehen wir es ein, daher ist es nur umso schwachsinniger wieso in der Schweiz der Hauseigentümer Verband glaubt, jeder einzelne Bürger bräuchte sein kleines Einfamilienhaus, sehen sie das nicht falsch ich habe nichts gegen Einfamilienhäuser, aber ich sehe das aus dem raumplanerischen Aspekt. Da baut jemand sein Haus, damit er einer gesellschaftlichen Norm von Erfolg erfüllen kann, das muss sich ändern.

Unsere Städte sind schön, haben eine hohe Lebensqualität aber sind teilweise schon verdammt teuer, wer zum Beispiel in Zürich wohnt, weiss das sehr gut. Daher suchen sich immer mehr Leute eine Wohnung o. ein Haus in der Agglomeration, dort werden die Wohnungen knapper und damit auch teurer, also ziehen die Leute noch weiter aufs Land, das nennt man dann Zersiedelung. Folge davon, die Städte wachsen nicht mehr und werden auch für Unternehmen unattraktiver und die ländliche Bevölkerung wächst und durch den Bauboom zerstört sie wichtiges Kulturland, Wald und andere naturelle Gebiete.

Es ist klar, was wir brauchen einerseits ein Gesetz, dass der Gemeinde genügend Macht gibt um Land im Stadtgebiet mit Rabatten zu kaufen und bezahlbare Wohnungen dort zu bauen. Denn eine Stadt lebt nicht nur davon das sie die oberen Schichten beherbergt sie muss alle Schichten beherbergen können, denn für eine funktionierende Stadt sind die unteren Schichten unerlässlich.

Wohnen ist eines der Grundbedürfnisse der Menschen und man kann nicht verlangen, dass Menschen immer längere Wege auf sich nehmen um zur Arbeit zu kommen, man muss dafür schauen, dass es verdichtete Zentren gibt und nicht überall ein paar Wohnhäuser, nämlich dann lohnt sich auch der Einsatz von öffentlichen Verkehrsmitteln.

Desweiteren muss/sollte der Bund/Volk erlassen, das die heutigen Bauzonen für die nächsten 20 Jahre eingefroren werden, denn so fördert man verdichtetes Bauen, das sich vor allem auf den Bau in die Höhe und nicht in die Breite konzentriert, den nach Oben gibt es so schnell keine Grenze, aber am Boden fehlt einiges an Platz.

In Zürich haben wir die Kulturlandinitiative angenommen, doch das darf erst der Anfang gewesen sein, es braucht noch viel, bis wir sagen können wir haben es geschafft. Auch in Zukunft möchte ich eine Schweiz haben in der man noch von der Zivilisation unberührte Stellen in der Natur findet.

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