Bauzonentausch: Planerisch schwierig und falsch!

Wenn wir die Bauzonenreserven nach dem wirtschaftlichen Nutzen verschieben würden, wie das avenir suisse vorschlägt, kämen genau jene Grünräume in den Agglomerationen unter Druck, welche für die Lebensqualität der Agglomerationsbevölkerung wichtig sind (Erholungsräume, Siedlungstrenngürtel) und in den meisten Fällen auch noch Fruchtfolgeflächen sind.
Dazu kommt die Schwierigkeit, dass alle bestehenden Bauzonen in der Schweiz von den Kantonen und dem Bund als RPG-konform (Art. 15 RPG erfüllt!) abgesegnet worden sind. Verschiebungen von Bauzonen mit Kompensationen brauchen die materielle und finanzielle Zustimmung von 5 Partnern: Die GrundeigentümerInnen und Gemeinden der auszonenden Seite und jene der einzonenden Seite sowie jene des Standortkantons. Ich wünsche viel Vergnügen bei der Erfüllung dieser Anforderungen beim "trade"!
Die günstigen Bodenpreise und die grossen Baulandreserven an den peripheren Lagen werden die Standortnachteile dieser Lagen nicht kompensieren können. Der Bauboom an den peripheren Lagen wird nicht stattfinden. Hingegen wird der durch die Kulturlandinitiative im Kanton Zürich verfügte "cap" die Bodenpreise an den attraktiven Lagen erhöhen. Dies fördert die Verdichtung, dämpft den Wohnflächenverbrauch und die Zuwanderung. Eine win-win Situation. Genauso könnte die Landschaftsinitiative wirken, wenn sie nicht gegen die Mogelpackung "Raumplanungsrevision" geopfert würde.

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